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FAHRZEUG IST VIELSEITIG EINSETZBAR

Große Freude beim Bauhof Vogtareuth über neuen Lkw mit Kran

Die Mitarbeiter des Vogtareuther Bauhofs strahlen (von links nach rechts) Josef Zehetmayr, Bernhard Spiel, Michael Rinser, Anton Zenz, Bauamtschefin Jeanette Sonntag und Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter.
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Die Mitarbeiter des Vogtareuther Bauhofs strahlen (von links nach rechts) Josef Zehetmayr, Bernhard Spiel, Michael Rinser, Anton Zenz, Bauamtschefin Jeanette Sonntag und Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter.
  • VonJohannes Thomae
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Der 24-jährige Lkw des Bauhofs Vogtareuth wird durch einen neuen ersetzt. Mit seinem Kran ist es eine Allzweckwaffe und erleichtert die Arbeit der Mitarbeiter.

Vogtareuth – Für die Mitarbeiter des Vogtareuther Bauhofes gab es unlängst so etwas wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest – zumindest was das „Geschenk“ anbelangt. Dort wurde nämlich der neue Lkw angeliefert und auch gleich von Pfarrer Guido Seidenberger gesegnet.

Das neue Fahrzeug bietet nicht nur durch den Kran viel mehr Möglichkeiten als das Alte, stellt Rudolf Leitmannstetter, es ist auch sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand, verfügt zum Beispiel auch über einen möglicherweise lebensrettenden Abbiegeassistenten.

Altes Fahrzeug hat ausgedient

Um die Freude des Bauhoftrupps über das neue Fahrzeug zu verstehen, muss man wissen, mit was die Mitarbeiter bislang unterwegs waren. Mit einem Laster der 24 Jahre alt war und dieses Alter auch nicht mehr verleugnen konnte: Mal gab der Scheibenwischer den Geist auf, mal riss der Gaszug und immer wieder sprang während der Fahrt der Gang heraus. Kein Spaß, mit so etwas arbeiten zu müssen.

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Schon gar nicht, wenn man nicht mal weiß, ob man den Bauhof überhaupt mit dem LKW verlassen kann. Im vergangenen Winter war, wie Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter erzählt, nach einer Nacht mit ergiebigem Schneefall das Gefährt am frühen Morgen nicht zum Schneeräumen in Bewegung zu setzen. Die Lichtmaschine war im Eimer.

Neuer Lkw als Allzweckwaffe

Zumindest fahrzeugtechnisch haben jetzt auch harte Winter für Vogtareuths Bauhofteam keine Schrecken mehr, doch der LKW kann natürlich noch viel mehr. Er ist mit einem kleinen Kran ausgerüstet, was ihn zu einer Allzweckwaffe für den Bauhof macht. Da Vogtareuth über keinen eigenen Bagger verfügt, musste selbst für kleinere Arbeiten, etwa der Beseitigung eines Kanalschadens, einer angemietet werden. Das gehört nun der Vergangenheit an. Der Lkw baggert selbst und hat auf seiner Ladefläche auch genügend Platz für etwaigen Aushub. Auch für das Herabsetzen von festem und dabei schwerem Ladegut ist nun nicht mehr die Hilfe eines Radladers erforderlich. Der eigene Kran macht das Fahrzeug autark.

Keine leichte Entscheidung

Dabei, so Leitmanstetter, habe man sich die Entscheidung „Fahrzeug mit oder ohne Kran“ nicht leicht gemacht, schließlich schlägt er mit etwa 70.000 Euro von den Gesamtkosten von 230.000 Euro zu Buche. Am Ende entschloss sich der Gemeinderat aber doch dafür, Nägel mit Köpfen zu machen, schließlich wird auch das neue Fahrzeug wahrscheinlich viele Jahre, um nicht zu sagen Jahrzehnte im Dienst sein.

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Diejenigen, die davon direkt betroffen sind, die Mitarbeiter des Bauhofs, sind von den zusätzlichen Möglichkeiten und der damit verbundenen Arbeitserleichterung sowieso rundum begeistert.

Der Kran macht das Fahrzeug zu einer „Allzweckwaffe“ für den Bauhof, meinen Bauhofchef Bernhard Spiel und Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter. Ob Baggern oder das Aufheben schwererer Lasten – alles ist ohne zugemietete Hilfsfahrzeuge möglich.

Söchtenauer Bauhof als Vorbild

Wie bedeutend ein Lkw mit Kran bei den Arbeiten eines Bauhofs ist, zeigt ein Ortstermin beim Bauhof Söchtenau. Die Angestellten hätten zum Beispiel unlängst erzählt, so Leitmannstetter, dass sie im Notfall alles hergäben, nur den Lkw mit seinem Kran nicht.

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Dort war man seitens der Gemeinde übrigens nicht von ungefähr gewesen, denn der geplante neue Vogtareuther Bauhof soll nach dem Vorbild des Söchtenauers erstellt werden. Im September auf der Sitzung nach der Sommerpause wird der Gemeinderat die Pläne vorgestellt bekommen.

Alles an einem Ort

Den Winter will man für die Ausschreibungen nutzen, im Frühjahr soll Baubeginn sein und zum Ende nächsten Jahres könnte man, wenn alles glatt läuft, bereits einziehen. Dann wird für den Bauhoftrupp wirklich Weihnachten sein. Denn dann ist alles, was für ein vernünftiges Arbeiten benötigt wird, unter einem Dach und nicht wie jetzt zeitfressend auf fünf Standorte verteilt.

Auch die Mitarbeiter werden endlich vernünftige Arbeitsbedingungen haben. Derzeit, sagt Leitmannstetter scherzhaft, wäre bei etwaigen Stellenausschreibungen die Forderung „Körpergröße bitte unter 1,70“ sinnvoll. Wer größer ist, stößt sich am Treppenabgang zur Werkstatt den Kopf, denn die befindet sich derzeit noch im Keller der Schule.

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