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Es gibt Gegenwind: So lauten die Befürchtungen

Große Diskussion über Mini-Häuser in Schechen

Das Sportplatzgelände: Im vorderen Bereich soll der Nahversorger entstehen, dahinter Gewerbe, dann ein klassisches Wohngebiet und einige Tiny-House-Parzellen, ganz südlich der Kindergarten.
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Das Sportplatzgelände: Im vorderen Bereich soll der Nahversorger entstehen, dahinter Gewerbe, dann ein klassisches Wohngebiet und einige Tiny-House-Parzellen, ganz südlich der Kindergarten.
  • VonKatharina Heinz
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Schechen – Der nördliche und der südliche Bereich sind relativ fix – die Mitte muss noch ausgestaltet werden: Der Schechener Gemeinderat hat sich in der jüngsten Sitzung mit der Überplanung des Sportgeländes auseinandergesetzt.

Die Gemeinde will den Sportplatz an den Ortsrand Richtung Hochstätt verlegen. Auf die frei werdende Fläche soll im Norden an der Rosenheimer Straße der neue Edeka gebaut werden.

Stadtplaner stellt drei Varianten vor

Im Süden ist Platz für den Naturkindergarten vorgesehen, der aktuell provisorisch in Containern am Tannenweg untergebracht ist. Die Fläche dazwischen soll mit einem Mix aus Wohnen und Gewerbe versehen werden. Dabei will die Gemeinde einen innovativen Weg wagen: Die Verwaltung hat vorgeschlagen, einige Parzellen für „Mini-Häuser“, sogenannte Tiny-Houses, bereitzustellen. Aber nicht nur dieser Ansatz sorgte für Diskussionen. Auch die weitere Gestaltung, die das beauftragte Stadtplanungsbüro Heigl aus Bogen skizziert hatte, wurde debattiert.

Drei Varianten hatte Stadtplaner Hermann Heigl dabei. In der Aufteilung ähnlich, unterschieden sie sich in erster Linie durch die Erschließung. Angrenzend zu dem Sondergebiet des Edeka-Marktes hat der Architekt je nach Variante zwischen 2500 und 3000 Quadratmeter für Gewerbeflächen eingeplant. Südlich davon könnte ein Wohngebiet entstehen: mit Einfamilienhäusern, Doppelhäusern, eventuell auch Reihen- oder Mehrfamilienhäusern und Tiny-House-Parzellen.

Variante A wird durch zwei Stichstraßen für das Gewerbe- und das Wohngebiet mit jeweiligem Wendehammer erschlossen. Die Varianten B und C verfügen über eine Ringstraße. Südlich ist das Kindergarten-Areal angesiedelt. Hier sind auch die Parkplätze für den Kindergarten sowie die Mini-Häuser vorgesehen.

Die Kita-Fläche wird südlich und östlich von einer großzügigen Ausgleichs-Grünfläche begrenzt. Diese Anordnung lobte Bürgermeister Stefan Adam. Zu den Tiny-Houses erklärte er, dass die Verwaltung bereits vier Anfragen für diese Art des Wohnens erhalten habe. Herkömmliche Baugrundstücke seien für die Mini-Häuser aber viel zu groß – mehrere daraufzustellen meist nicht zulässig. Vorstellbar sei eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern für acht bis zehn Parzellen.

Idee wird interessiert aufgenommen - es gibt aber auch Kritik

Die Gemeinderäte fanden die Idee interessant, hinterfragten sie aber auch kritisch. Markus Grabmayer (SPD/ÜW) befürchtete eine Fluktuation, da die transportablen Tiny-Houses auch schnell umgezogen werden können. „Die Leute sind nicht Anteil einer beständigen Siedlung, die wollen flexibel sein“, vermutete er. Bürgermeister Adam sprach sich daher für eine Verpachtung der Parzellen mit langfristigen Verträgen von mindestens fünf Jahren aus. Immerhin wolle man keinen Campingplatz schaffen. Das Ziel sei es, dass die Bewohner fest darin wohnten.

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Roland Schinke (Partei freie Bürger Schechen) regte an, die Parzellen zu verkaufen. Angesichts der aktuell hohen Grundstückspreise sei das für Leute mit kleinem Geldbeutel interessant. Geschäftsleiter Salzborn plädierte dagegen für das Pachtmodell. Hans Neumayer (Parteifreie Bürger Schechen) schlug vor, sich eine solche Siedlung einmal woanders anzusehen. Josef Weber (CSU) gab zu bedenken, dass im Sinne der Nachhaltigkeit ein Mehrfamilienhaus sinnvoller sei. Andreas Rausch (CSU) kritisierte die Aufteilung der Flächen im Entwurf generell. „Ich hätte gerne das Gewerbe an der Bahn und den Rest auf der anderen Seite“, betonte er. Stephan Dialler (Parteifreie Bürger Schechen) regte an, die Parkplatzsituation zu überdenken. 20 Plätze für Kindergarten und Tiny-House-Siedlung seien zu wenig. Manfred Altenweger (CSU) wies darauf hin, dass in der Siedlung ein Spielplatz fehle.

Vorerst noch keine fixe Entscheidung

„Jetzt haben wir jede Menge neue Ideen aufgenommen“, fasst der Bürgermeister zusammen. Für die weitere Planung wolle man unter anderem die Anregung mit dem Spielplatz und den Parkplätzen aufnehmen. Mit 16:4 Stimmen sprach sich das Gremium dafür aus, mit Variante A weiter zu planen. 18:2 Gemeinderäte stimmten für eine weitere Planung mit einer Tiny-House-Siedlung. Adam machte klar, dass jetzt noch keine Festlegungen getroffen werden. Während man in Sachen Edeka und Kindergarten an Zeitfenster gebunden sei, eile es bei der Gestaltung der Fläche dazwischen nicht.

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