Größere Investitionen stehen an

Oberaudorf – In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Finanz- und Wirtschaftsplan vorgestellt.

Werksleiter Michael Schmidt teilte mit, dass die Gemeindewerke Oberaudorf schuldenfrei sind. Was die Personalkosten betrifft, so habe es heuer einen deutlichen Anstieg gegeben. Grund sei eine Doppelbesetzung im Bereich der Werksleitung. Da Schmidt nächstes Jahr in Rente gehen werde, müsse ein neuer Kollege eingearbeitet werden.

Ein schwieriges Unterfangen sei auch das Thema Hocheck: Die Liftgesellschaft produziere Verluste. Anteilige Verluste würden auch bei der Gemeinde aufschlagen. Aus Sicht der Werksleitung sei die Liftgesellschaft auf Dauer nicht gewinnbringend zu betreiben. „Die Gemeinde muss sich überlegen, wie sie da weitermacht“, so Schmidt.

Auch ein paar Zahlen und geplante Investitionen konnte der Werksleiter nennen: 2020 fließe das Geld überwiegend in Neu- und Ausbau von Trafostationen. In der Planung wurden 100 000 Euro veranschlagt. Weiter sind 60 000 Euro für eine PV-Anlage für das Klärwerk in den Haushalt einkalkuliert, 50  000 Euro für den Aufbau eines Dokumentenmanagements-Systems sowie 125 000 Euro für Leitungsverlegungen in der Bad-Trißl-Straße.

Neuer Hochbehälter geplant

Auch in den nächsten Jahren kommen laut Schmidt einige größere Investitionen auf die Gemeinde zu, darunter der Neubau eines Trinkwasserbrunnens in der Mühl au für circa 500 000 Euro, der Neubau eines neuen Wasserhochbehälters für 500 000 bis 700 0000 Euro sowie eine mögliche Erschließung des Teilbereichs Grafenherberg am Sudelfeld mit Wasserkanal und Breitband. Dafür seine etwa zwei Millionen Euro veranschlagt.

Schmidt verwies darauf, dass die Gemeindewerke verstärkten Sanierungsbedarf im Bereich Wasserleitungen sehen. Die Mittel hierfür seien bereitgestellt. Aufgrund der finanziellen Situation der Gemeinde Oberaudorf müssten Straßenbau-Projekte aber weitestgehend ruhen – und damit auch die Sanierung der Wasserleitungen. Insgesamt ließ Schmidt aber ein positives Fazit verlauten: „Es werden keine neuen Kredite aufgenommen. Wir rechnen für 2020 mit einem Gesamtüberschuss von 120 000 Euro. Barbara Forster

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