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"Crossalps"-Teilnehmer schwer verletzt

Gleitschirmflieger abgestürzt

Nußdorf - Zu einem nicht ganz alltäglichen Einsatz wurden am Samstag um 11.29 Uhr die Bergwacht Brannenburg und der Rettungshubschrauber Christoph 1 in das Heuberggebiet gerufen. Zuvor starteten die Teilnehmer der "Crossalps", einem Kombinationswettbewerb aus Bergsteigen und Gleitschirmfliegen, von der Hochries. Einem 35-jährigen Teilnehmer wäre dieser Wettbewerb, mit dem Untertitel "Wendepunkt am Limit", beinahe zum Verhängnis geworden.

Wie Jörg Becker von der Bergwacht berichtete, brach bei der Überquerung des Heubergs auf rund 800 Meter Höhe und 100 Meter über Grund der Gleitschirm aus nicht bekannten Gründen zusammen. Glück im Unglück rettete dem Gleitschirmflieger beim Absturz wohl dann sein Leben. Sein jetzt nicht mehr freiwilliger Flug führte ihn in eine dicht bewachsene Schlucht. Äste und Buschweg bremsten zusammen mit seinem Gleitschirm die Fallgeschwindigkeit. Schwer verletzt konnte der Bruchpilot mit seinem Handy die Rettungsleitstelle in Rosenheim über die missliche Lage informieren. Auch hier durfte er wiederholt von Glück reden, denn der Handyempfang in dieser Region ist nicht besonders gut.

Die alarmierte Bergwacht und der Hubschrauber trafen sich im Rendezvousverfahren am Nußdorfer Sportplatz. Neben der dreiköpfigen Besatzung des Helikopters nahmen acht Retter der Bergwacht Brannenburg an der Aktion teil. Nachdem der genaue Absturzort nicht klar war, begann die BK 117 des Luftrettungszweckverbandes München einen Suchflug. Nach etwa zehn Minuten kam die Meldung vom Piloten: "Person gefunden!"

Allerdings habe sich die Bergung in dem unwegsamen Gelände als schwierig herausgestellt, so Becker weiter. In mehreren Anflügen wurden Notarzt, Rettungsassistent und ein Bergretter über der Unfallstelle abgeseilt. Nach der Bergung des Verunglückten ging es in gleicher Weise wieder zurück. Mit Verdacht auf eine Fraktur des Beckens und weiterer Verletzungen wurde der Gleitschirmflieger in das Münchner Klinikum geflogen.

Bereits im September 2009 fand an fast der gleichen Stelle eine größere Suchaktion wegen eines abgestürzten Gleitschirmfliegers statt, an dem ebenfalls die Brannenburger Bergwacht und damals zwei Hubschrauber bis tief in die Nacht beteiligt waren (wir berichteten). Seinerzeit fand man allerdings den Piloten nicht - der sich vermutlich selber helfen konnte, während die Retter nach ihm suchten. stv

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