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Mädchen in technischen Berufen

Girls´ Day in Raubling: Vielleicht die nächste Elektrotechnikerin

Girls Day bei Krause Industrieschaltanlagen in Raubling: Die 13-jährige Rosalie lötet unter der Aufsicht von Lehrling Andreas eine Herzplatine mit farbigen LEDs.
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Girls Day bei Krause Industrieschaltanlagen in Raubling: Die 13-jährige Rosalie lötet unter der Aufsicht von Lehrling Andreas eine Herzplatine mit farbigen LEDs.
  • VonKarin Sönmez
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Mädchen tun sich schwer damit, einen Beruf aus dem Bereich Mathematik, Ingenieurwesen oder Technik zu ergreifen – der Girls Day will das ändern. In Raubling konnte ein Betrieb nur ein Mädchen am Aktionstag anlocken.

Raubling – Mehr Mädchen in MINT-Berufen – das ist das erklärte Ziel des jährlich stattfindenden, bundesweiten Aktionstages der IHK für Mädchen, dem Girls´ Day. Er fand heuer Ende April statt. Seit 2001 wird dieser durchgeführt um speziell Schülerinnen für Ausbildungsberufe und Studiengänge zu begeistern, bei denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt. Dieses Jahr möchte man den jungen Frauen zusätzlich Mut machen, eine eigene Firma zu gründen.

MINT, das ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Traditionell liegt der Anteil der Frauen in diesen Berufen deutlich unter dem Durchschnitt. Der Mangel an MINT-Fachkräften ist seit der Pandemie noch stärker geworden.

Durchsetzen in der Männerwelt

Frauen in Führungspositionen zu bringen ist auch ein Herzensthema für Unternehmerin Denise Schurzmann von der Firma Krause Industrieschaltanlagen in Raubling. Mit 26 Jahren wurde diese durch den plötzlichen Tod ihres Vaters auf den Chefsessel katapultiert und hat sich in einer Männerwelt behaupten müssen.

Die meisten ihrer etwa 50 Mitarbeiter und praktisch alle Kontaktpersonen bei ihren Kunden sind Männer. Seither engagiert sie sich in vielen Bereichen, um weibliche Nachwuchsführungskräfte aufzubauen. So hat sie zum Beispiel das Amt der Bundesvorsitzenden der Wirtschaftsjunioren inne. Sie ergriff die Gelegenheit, beim Girls’ Day der IHK Schülerinnen zum Schnuppern in ihre Firma einzuladen und zu schildern, wie es sich anfühlt, „als Frau Chefin in einer Männerwelt zu sein“.

Klischee bestätigt

Dass nur ein einziges Mädchen diese Möglichkeit wahrgenommen hat, bestätigt das Klischee, dass Mädchen sich weniger für technische Berufe interessieren. Der Ausbildungsberuf ‚Elektroniker für Betriebstechnik‘ wurde vorgestellt und die 13-jährige Rosalie von der Mädchenrealschule Rosenheim freute sich über die persönliche Betreuung durch den 18-jährigen Andreas, der bei Krause Azubi im dritten Lehrjahr ist. Sie sagt: „Ich habe mir das hier selbst ausgesucht. Klar habe ich auch schon über Berufe wie Ärztin oder Lehrerin nachgedacht, aber was ich bei Krause gehört und gesehen habe, ist echt spannend. Sogar löten durfte ich selbst – eine Platine mit einem leuchtenden Herz.“

Lesen Sie auch: Einblicke in den Alltag einer Chefin – Ingrid Obermeier-Osl zeigt vier Mädchen ihre Firma

Geschäftsführerin Schurzmann betont: „Als Frau muss man sich erst mal klar machen, wie wichtig in Führungspositionen das Netzwerken ist. Während Männer nach einem Meeting gerne noch zu einem informellen Austausch zusammenstehen, sind Frauen immer schnell wieder weg, weil sie noch weitere Pflichten haben. Da geht dann viel verloren.“

Abschließend meint sie: „Frauen und Mädchen sollten sich ruhig etwas zutrauen, und wenn man etwas erreicht hat, auch richtig stolz darauf sein.“sön

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