Gießenbachklamm derzeit eine „Einbahnstraße“

Mit solchen Hinweisschildern lenkt die Tourist-Info die Wanderer sicher ins Tal.

Kiefersfelden – Die Wintersperrung an der Gießenbachklamm musste durch den Corona-Ausbruch verlängert werden.

Ab Ostern wäre sie eigentlich wieder begehbar gewesen. Nun mussten Wanderfreunde bis 18. Mai warten. Und jetzt gibt es eine Besonderheit: Der Weg ist derzeit nur aufwärts begehbar.

Der Knackpunkt sei die Enge der Klamm: „Da kann man nicht ausweichen. Das ist zu eng, da streift man sich ja fast“, erklärt Werner Schroller, Leiter der Tourist-Information Kiefersfelden. Der nötige Sicherheitsabstand könne nicht gewährleistet werden. Ausflügler müssen deshalb vorerst über die Breitenau oder über den Bergbauernhof Trojer zurückkehren, sagt Schroller. „Wenn das mit Corona vorbei ist, heben wir die Einbahnstraße wieder auf.“

Da ab Montag, 18. Mai, an der Schopper Alm die Terrasse wieder eröffnet wurde, habe man einen starken Andrang befürchtet, erklärt Bauhofleiter Engelbert Fuchs. Ein paar Tage vorher wurde deshalb an der Klamm ein EinbahnstraßenSchild angebracht.

Beim Rückweg an der Kreuzung gebe es zudem ein Sperrschild für Fußgänger mit dem Hinweis, dass man aufgrund von Corona nicht wie sonst über die Klamm zum Wasserrad zurückwandern kann. Ob die Leute diese Regelung auch einhalten? „Ab und zu schaut auch jemand nach“, warnt Schroller. Entweder jemand von der Tourist-Information oder die Polizei. Bislang würden sich die Leute aber an die Vorschriften halten. Schließlich wolle niemand freiwillig „Backe an Backe“ oder „Bauch an Bauch“ aneinanderkleben, erklärt der Leiter lachend am Telefon. Trotz dieser Wander-Einschränkung aufgrund der Corona-Pandemie würden die Leute den Wanderweg durch die Gießenbachklamm nutzen: „Da ist viel los. Das ist ein klassisches Ausflugsziel“, versichert Schroller. Einziges kleines „Hindernis“ seien die steilen Stufen nach dem Kraftwerk Gießenbach. Hätte man diese Treppen aber erst einmal geschafft, sei es ein „wunderschönes Ausflugsziel mit Kindern“.

Auch die Schopper Alm habe wieder geöffnet. Am Montag sei allerdings Ruhetag, weist der Tourist-Informations-Leiter Scholler da rauf hin.

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