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Untere Naturschutzbehörde ist dagegen

Gewerbeflächen direkt am Waldrand? Grundstück sorgt für heiße Diskussion im Raublinger Gemeinderat

Am Waldrand hinter dem BTK-Gebäude (rechts) in Nicklheim wollen sich zwei Schreinereien auf einem 3000 Quadratmeter großen Grundstück ansiedeln. Die Untere Naturschutzbehörde findet das gar nicht gut.
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Am Waldrand hinter dem BTK-Gebäude (rechts) in Nicklheim wollen sich zwei Schreinereien auf einem 3000 Quadratmeter großen Grundstück ansiedeln. Die Untere Naturschutzbehörde findet das gar nicht gut.
  • VonFranz Ruprecht
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Es geht um rund 3000 Quadratmeter Fläche, um in Zukunft womöglich Gewerbe anzusiedeln. Keine außergewöhnliche Größenordnung, wenn da nicht die prekäre Lage des von zwei Bauwerbern angepeilten Grundstücks direkt am Waldrand für „pro“ und „contra“ sorgen würde.

Raubling – Der sonst eher von wenigen Mitbürgern besuchte Sitzungssaal war bis auf den letzten Sitzplatz voll, schließlich ging es in der jüngsten Gremiumssitzung unter anderem um einen „heiklen Tagesordnungspunkt“, der da lautete „Ausweisung einer Teilfläche an der Panger Straße im Raublinger Ortsteil Nicklheim als Gewerbefläche.“

Im Außenbereich und am Waldrand

Von einem „heißen Eisen“ sprach Bürgermeister Olaf Kalsperger bei dieser Teilfläche eines Grundstückes im Außenbereich am Waldrand, das nördlich an die Firma BTK angrenzt und auf dem zwei Bauwerber bauen wollen.

Der Bauausschuss hatte sich im Vorfeld seiner Beratungen für eine Bauleitplanung ausgesprochen, vorstellbar seien zwei Schreinereibetriebe mit insgesamt zirka 600 Quadratmeter Baufläche auf dem 3000 Quadratmeter großen Areal. Nun hatten sich Gemeinderat und Rathauschef am jüngsten Sitzungstag damit auseinander zu setzen. Zwei Schreinerbetriebe aus dem Ortsteil Großholzhausen hatten einen Bauantrag gestellt. Die Bedenken gingen in Richtung Naturschutz und mögliche Rodung, nachdem die vorgesehene Teilfläche am Waldrand liegt.

Standorte abseits vom Waldrand suchen

Klaus Artmann (Freie Wähler) hatte das Grundstück vorher in Augenschein genommen und berichtete, es sei bereits gerodet, deshalb könne er einer Gewerbeansiedlung zustimmen. Martina Visser (Bündnis90/Die Grünen), die selbst in Nicklheim wohnt, hielt dagegen: „Wenn man anfängt am Rande des Waldes Gewerbe zu genehmigen, wo hört man auf? Ich bin nicht dafür, wir müssten uns stattdessen um andere Flächen für Gewerbe bemühen.“

Für Sepp Aschenwald senior (CSU) ist es nicht nachvollziehbar, dass diese Fläche laut Unterer Naturschutzbehörde besonders schützenswert sei. Er votierte für eine Bauleitplanung. Seinem Fraktionskollegen Thomas Fischbacher (CSU) stößt es „brutal sauer auf, dass wir an dem Ort ein Gewerbegebiet ausweisen. Das Gewerbegebiet mit der BTK ist abgeschlossen, der Verkehr durch Nicklheim extrem hoch, hier zusätzliches Gewerbe zu planen ist ein starkes Stück“, kritisierte er heftig.

Gemeinde soll suchen, nicht Bewerber

Alexandra Burgmaier (SPD) wäre es viel lieber, intensiver an mehreren Lösungen und zwar größeren Einheiten zu arbeiten. „Man sollte von Gemeindeseite aus versuchen, geeignete Plätze zu suchen und dann anbieten und nicht Bewerber losschicken, um selber eine mögliche Parzelle zu suchen. An dieser Stelle bin ich dagegen. Im aktuellen Schreiben der Naturschutzbehörde steht eindeutig, dass sie keinen Weg für eine Umsetzung sieht.“

Die Bauleitplanung nicht ablehnen

Für Georg Dinzenhofer senior (CSU) gibt es nichts zusätzliches zu Roden. Wie die Untere Naturschutzbehörde entscheiden möge, könne nicht beeinflusst werden, unabhängig davon dürfe eine Bauleitplanung von Seiten der Gemeinde nicht abgelehnt werden. Martina Hofstetter (CSU) sagte ja, nachdem für zwei Betriebe aus der Gemeinde eine Ansiedlung ermöglicht werden sollte. Letztendlich gab es für den Beschlussvorschlag einer Bauleitplanung eine Mehrheit von 12 : 6 Stimmen.

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