„Geteerte Wege wären sinnvoll“

Auf unebenen Pflasterwegen herrscht Sturzgefahr.
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Auf unebenen Pflasterwegen herrscht Sturzgefahr.

Riedering – „Das war katastrophal, wie das gerumpelt hat“, meint Dieter Haidn.

„Meine Frau wurde im Rollstuhl völlig durchgeschüttelt.“ Der 83-Jährige spricht von der gepflasterten Strecke vor dem Café Stuerzer in Riedering. Im Zuge der Dorferneuerung, die wie berichtet heuer startet, soll laut Bürgermeister Josef Häusler im Ortskern über einen Kilometer an Gehwegen mit Pflastersteinen versehen werden.

„Positiv, dass Haidn seine Meinung sagt“

Haidn wandte sich daraufhin in einem offenen Brief an den Bürgermeister, schilderte seine Erfahrungen und bat Häusler, vor dem Pflastern noch einmal mit dem Riederinger Behindertenbeauftragten Oskar Schmidt zu sprechen.

Das Problem: Vor dem Café Stuerzer waren zunächst Pflastersteine verlegt worden, die nicht „geschnitten“, also nicht abgeflacht, waren. So war es laut Haidn schwer, sich mit Rollator, Rollstuhl oder Gehstock fortzubewegen. Häusler setzte sich mit dem 83-Jährigen in Kontakt. „Ich habe es als äußerst positiv empfunden, dass Herr Haidn einen Brief schreibt und seine Meinung sagt“, meint er. „Ich habe ihn dann angerufen und alles erklärt. Das Pflaster, das im Ort verlegt werden soll, wird eine glatte Oberfläche mit bündig ausgefugten Fugen haben. Es wird nicht das gleiche wie vor dem Café Stuerzer sein.“ Der Behindertenbeauftragte Schmidt habe die Pläne abgesegnet und für gut befunden. Für Dieter Haidn war das Gespräch mit Häusler zufriedenstellend. Er sei aber nach wie vor nicht ganz von den Plänen überzeugt. „Ich fände es sinnvoll, wenn die Gehwege geteert und nicht gepflastert würden. Es soll praktischer und unproblematischer für Leute mit Behinderung werden.“ Haidn hat auch den Behindertenbeauftragten kontaktiert. „Der hat gesagt, dass er völlig beruhigt wäre, nachdem er mit dem für die Planungen zuständigen Architekten gesprochen hat. Leise Zweifel bleiben mir trotzdem.“

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