Gesangstalent vom Samerberg: Julian Jas (25) in Castingshow „The Voice of Germany“

Julian Jas vom Samerberg steht auf der Bühne des Studios Berlin-Adlershof. Er singt in der Castingshow „The Voice of Germany“. Am Sonntag ist sein Auftritt um 20.15 Uhr auf Sat.1 zu sehen.
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Julian Jas vom Samerberg steht auf der Bühne des Studios Berlin-Adlershof. Er singt in der Castingshow „The Voice of Germany“. Am Sonntag ist sein Auftritt um 20.15 Uhr auf Sat.1 zu sehen.

Am Sonntag, 25. Oktober, stellt ein junger Samerberger sein Gesangstalent unter Beweis. Julian Jas ist in der Castingshow „The Voice of Germany“ zu sehen. Los geht es um 20.15 Uhr auf Sat.1.

Samerberg– Musik ist seine große Leidenschaft und nun teilt er sie mit Millionen von Menschen: Julian Jas aus Steinkirchen in der Gemeinde Samerberg. Der 25-Jährige hat es in die Castingshow „The Voice of Germany“ von ProSieben und Sat.1 geschafft. Sein großer Auftritt wird morgen, Sonntag, um 20.15 Uhr auf Sat.1 ausgestrahlt. Vorab gewährt der junge Sänger einen kleinen Einblick in seine Vorbereitung, seinen Auftritt und seine Motivation.

Vor drei Jahren schon einmal beworben

„Als im Juni die Zusage kam, ging mein Puls gefühlt von 0 auf 300“, sagt Julian Jas und lacht. „Ich war total überrascht und hab mir gedacht: Wow, ich bin wirklich dabei?“ Dabei war es nicht das erste Mal, dass der Samerberger sich bei „The Voice of Germany“ beworben hat. Vor drei Jahren hat er es schon einmal versucht. Aber damals sei er während des Bewerbungsprozesses ausgeschieden. Traurig klingt er nicht. Er habe das relativ schnell abgehackt, sagt er.

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Heuer hat es ihn dann aber wieder gepackt, die Lust auf die große Bühne. Anfang des Jahres habe er eine Werbung für die Show gesehen. Da dachte er sich: „Ich versuche es nochmal und bewerbe mich, nur so zum Spaß.“ Seiner Familie und seinen Freunden hat er davon nichts gesagt. Er sei heimlich zum ersten Castingtag in Köln gefahren, erinnert sich der 25-Jährige, der in Saarbrücken Luftfahrtmanagement studiert. Dort musste er in mehreren Runden sein Können unter Beweis stellen. Nach dem Tag in Köln habe er dann Videos von sich eingeschickt. Wegen Corona konnten die Castings nicht mehr in Person stattfinden. Am Ende hat es geklappt, er ist angenommen worden.

Show wurde vor der Ausstrahlung aufgezeichnet

Julian Jas wird am morgigen Sonntag auf Sat.1 zu sehen sein. Auf der Bühne im Studio Berlin-Adlershof. Dort tritt der 25-Jährige bei den „Blind Auditions“ an. Das bedeutet: Die Juroren – zum Beispiel Sänger Nico Santos, Jas’ Wunsch-Coach – sitzen mit dem Rücken zu ihm. Dreht sich einer von ihnen während des Auftritts zu ihm um, ist er eine Runde weiter. Die Show wurde schon lange vor der Ausstrahlung aufgezeichnet. Ob er weiter gekommen ist oder welchen Song er singt, das darf Julian Jas nicht verraten. Nur so viel zum Lied: „Es ist außergewöhnlich.“

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Stattdessen spricht er über die Aufregung, die er vor seinem Auftritt gespürt hat. Einen Tag vor der Aufzeichnung sei er noch „relativ gechillt“ gewesen. „Aber als ich dann hinter der Bühne stand und gewartet habe, war das Gefühlschaos pur.“ Aufregung, Freude, Nervosität, alles auf einmal. „Das hat sich exponentiell gesteigert“, sagt er. Aus gutem Grund: Zuschauer, Coaches und Unmengen an Kameras hätten schließlich auf ihn gewartet.

Bühnen ist Julian Jas gewohnt

Seine bayerische Heimat ist Julian Jas wichtig. Das zeigt er auch in seiner Tracht.

Dabei ist Julian Jas Bühnen eigentlich gewohnt. Immerhin singt er schon seit vielen Jahren vor Publikum. Sei es während der Schulzeit im Karolinen-Gymnasium Rosenheim vor Eltern und Lehrern oder mit seiner Rosenheimer Band „Nighthawk City“ auf Hochzeiten und Feiern. Doch der Auftritt in Berlin, das sei „eine andere Nummer“ gewesen. Trotzdem habe er sich vorgenommen, den Auftritt einfach zu genießen und Spaß zu haben. „Ich wollte mein Ding machen.“

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Während er bei der Aufzeichnung eineinhalb Minuten sang, saßen im Publikum Freunde aus der Heimat, erzählt der Samerberger. Seitlich neben der Bühne warteten Mutter, Tante, Cousine und der Bruder von Julian Jas. Die Mama sei fast noch aufgeregter gewesen als er selbst, sagt er. Nach dem Auftritt warteten nicht etwa ein paar freie Tage auf ihn. Am nächsten Tag stand in Saarbrücken eine Klausur an. „Das war schon stressig. Vor allem das viele Autofahren quer durch Deutschland.“ Als auch die Prüfung geschafft war, habe er daheim ein paar Tage gebraucht, um die Erfahrungen in Berlin zu verarbeiten. „Es waren so viele Eindrücke und Emotionen. Auf alle Fälle ein einzigartiges Erlebnis“, schwärmt Julian Jas.

Ausstrahlung mit der Familie ansehen

Ansehen wird er sich die Show am Sonntag in seinem Heimatdorf Steinkirchen mit seiner Familie. Dort wohnt er seit April wieder, nachdem seine Vorlesungen nur noch online stattgefunden haben. Jetzt schreibt er seine Bachelorarbeit, steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums. Für die Ausstrahlung von „The Voice of Germany“ sei in Steinkirchen eine Art Public-Viewing mit 30 Leuten geplant gewesen. Doch wegen der Corona-Pandemie musste er das absagen. Trotzdem freut er sich auf Sonntag. Auch mit kleiner Fangemeinde.

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