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Aus der Bürgerversammlung

Gemeinsam sind wir stark: Die Pruttinger gestalten die Zukunft ihres Dorfes selbst

Premiere für den Bürgermeister: Johannes Thusbaß hatte zum ersten Mal seit seiner Wahl die Chance, die Pruttinger bei einer Bürgerversammlung über all das zu informieren, was Gemeinderat sowie -verwaltung gerade beschäftigt und die Wünsche und Sorgen der Bürger anzuhören.
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Premiere für den Bürgermeister: Johannes Thusbaß hatte zum ersten Mal seit seiner Wahl die Chance, die Pruttinger bei einer Bürgerversammlung über all das zu informieren, was Gemeinderat sowie -verwaltung gerade beschäftigt und die Wünsche und Sorgen der Bürger anzuhören.
  • VonJohannes Thomae
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Informieren, befragen und dann zusammen anpacken. So will Bürgermeister Johannes Thusbaß seine Gemeinde gestalten. Den Pruttinger scheint der neue Stil im Rathaus zu gefallen.

Prutting – „Ich hatte am Anfang 119 Folien und einen Vortrag von rund dreieinhalb Stunden Länge“, gestand Bürgermeister Johannes Thusbaß zu Beginn der Bürgerversammlung, „habe ich mich aber dann doch für eine deutlich abgespeckte Version entschieden“.

Sein Ringen um die beste Art der Präsentation ist verständlich, schließlich war es – coronabedingt – seine erste Bürgerversammlung. Dass seine Entscheidung richtig war, bewiesen die Reaktionen im gut gefüllten Dorfstadl am Ende der Veranstaltung: Es gab durchweg großes Lob, „das war ein toller Vortrag, eine wirklich saubere Leistung“ bestätigte ein Teilnehmer dem Bürgermeister.

Zwei Jahre an einem Abend behandelt

Der Abend war chronologisch aufbereitet, orientierte sich an den wichtigen Ereignissen der vergangenen zwei Jahre. Der Vortrag des Bürgermeisters zog sich damit von den Hochwässern in den Jahren 20 und 21 samt den ergriffenen Gegenmaßnahmen bis zum neuen Seniorenheim, mit dessen Bau gerade begonnen wird.

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Roter Faden war dabei das Bemühen um Bürgernähe und alltagsnützliche Informationen. Als Beispiel dafür kann etwa die Ankündigung stehen, dass in Prutting zwei neue Defibrillatoren angeschafft werden, als erste Hilfemaßnahme bei einem Herzstillstand, verbunden mit einer Liste aller schon vorhandenen Geräte und deren Standorte. Wichtig dabei auch die Ankündigung, dass demnächst für alle Interessierte eine Vorstellung der Geräte und ihrer Anwendung stattfinden wird. „Es geht darum, die Angst davor zu nehmen, sie zu verwenden,“ meinte Thusbaß, „man kann nichts falsch machen, die Defibrillatoren sind so konzipiert, dass sie nur dann arbeiten, wenn tatsächlich ein entsprechender medizinischer Notfall vorliegt“.

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Bürgerinformationen vor Ort soll es bezüglich der Trinkwasserversorgung geben: Der Hochbehälter der Gemeinde ist zu sanieren, wenn er dazu geleert wurde und damit zu betreten ist, wird die Gemeinde einen Tag der Wasserversorgung ausrichten. Die Bewohner der Schutzzonen des neuen Trinkwasserbrunnens werden gesondert informiert, sobald deren Ausdehnung definitiv festgelegt ist.

Alles Wissenswerte und Neue aus der Gemeinde werde, so der Bürgermeister grundsätzlich über alle möglichen Medienkanäle verbreitet. Mit mehr Hintergrundinformation über die Heimatzeitung, sonst über die Anschlagstafeln, den gemeindeeigenen Newsletter „Kommunenfunk“ und die Homepage der Gemeinde. Neben dieser Basisinformation gibt es noch zusätzliche Formate, zum Beispiel den Youtube-Kanal der beiden Jugendreferenten, die in launiger Weise berichten, was es für die jungen Pruttinger Neues gibt. Auch die Ortsteilgespräche, die im letzten Jahr zum ersten Mal stattfanden, sollen zu einer festen Einrichtung werden und alle zwei Jahre abgehalten werden.

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Gemeinderat und Verwaltung wollen die Pruttinger an den Entscheidungen und Entwicklungen im Ort möglichst direkt teilhaben lassen. Für Bürgermeister Johannes Thusbaß ist das die Voraussetzung, um eine möglichst große aktive Teilnahme der Bürger am Gemeindeleben zu erreichen. „Es geht um die gemeinsame Zukunft unseres Ortes, die wir auch gemeinsam gestalten sollen“. Er warb deshalb auch noch einmal für die Teilnahme an der noch bis Mitte April laufenden Umfrage zur gewünschten Zukunftsentwicklung der Gemeinde.

Haushalt 2022 vorsichtig geplant

Die dafür notwendige finanzielle Grundlage ist solide, so konnte der Bürgermeister vermelden, auch wenn nach der Coronakrise nun der Ukrainekrieg dafür sorgt, dass der Haushalt sehr vorsichtig geplant und aufgestellt ist. „Wir werden im laufenden Jahr auch immer anhand der weiteren Entwicklung entscheiden müssen, wie weit wir Vorhaben, wie etwa den Bau von 14 Wohnungen in der Forststraße, vorantreiben können“ so der Bürgermeister.

Auf die bauplanerische Zukunft bezogen sich auch die wenigen Wortmeldungen, die es im Anschluss an die Präsentation gab: Den Bürgern Pruttings, vor allem denjenigen, die in den kleinen Dörfern wohnen, bereitet die derzeit stattfindende Fortschreibung des Regionalplans ganz offensichtlich große Sorgen: Sie befürchten, dass in der Zukunft der Gemeinde immer weniger von ihrer Planungshoheit bleiben wird.

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