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AUFGABEN VON BERGWACHT UND POLIZEI NEHMEN ZU

Gemeinsam noch stärker im Einsatz

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Rosenheim – Vermisstensuche, Unglücksfälle, Waldbrände – das sind nur einige Beispiele für Einsätze, bei denen Bergwacht und Polizei eng zusammenarbeiten.

Die Zahl der Einsätze mit Polizeibeteiligung erreichte im vergangenen Jahr mit 206 einen Höchststand (2015: 194) die Zahl der Toten erreichte mit 41 Opfern (2015: 32 ) einen traurigen Rekord.

Im Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim trafen sich Daniel Freuding, Geschäftsführer der Bergwacht Bayern, und Polizeipräsident Robert Kopp zur Besprechung der weiteren gemeinsamen Arbeit. Dabei ging es um einsatztaktische Themen, die Ausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt auch um ein persönliches Kennenlernen der Verantwortlichen.

Zunächst bestätigten sie einvernehmlich: Es seien vor allem die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern und die speziell geschulten Polizeibeamten der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) die Schulter an Schulter im alpinen Gelände für die Rettung von Menschen sorgen. Manchmal allerdings könnten sie sich nur noch um die Bergung von Unfallopfern kümmern. Freud und Leid liegen hier eng beinander.

Im vergangenen Jahr 2016 wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums viele verschiedene Einsätze bewältigt: Neben Ski- (49) und Flugunfällen (8), Lawinenabgängen (3) und sonstigen Einsätzen (57) waren die Helfer besonders bei der Suche nach Vermissten (28) und natürlich bei „klassischen“ Bergunfällen (61) gefordert. Seit Bestehen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Jahr 2009 verloren noch nie so viele Menschen in diesem Bereich ihr Leben. „Das sind Zahlen, die nachdenklich stimmen“, so die Verantwortlichen. Den Grund dafür sehen sie darin, dass immer mehr Menschen in ihrer Freizeit den Weg in die Natur suchen, oftmals aber nicht das erforderliche Wissen und die nötige Ausrüstung dafür haben.

Polizeipräsident Robert Kopp betonte: „Menschenleben konnten in den vergangenen Jahren gerettet werden, weil Bergwacht und Polizei schnell und professionell Hilfe leisteten. Unglücksfälle wurden geklärt, weil Fachleute unserer beiden Organisationen eng zusammenarbeiteten.“ Für die Zukunft, so Kopp weiter, sei vereinbart, dass Bergwacht und Polizei nach Möglichkeit noch enger „zusammenrücken“ würden. „Die steigenden Herausforderungen können wir nur gemeinsam bewältigen.“ Für die Polizei im südlichen Oberbayern bedeute die Vielzahl dieser Einsätze – 2016 investierten die Beamten der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) rund 7000 Stunden in diese Tätigkeiten – eine hohe personelle Belastung. Aber eine, die sich in jedem Fall auszahle.

Daniel Freuding resümierte: „In der alpinen Umgebung und beim Bergsteigen ist das füreinander Einstehen immer wichtig. Dieser Grundsatz gilt auch für die Bergretter im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Polizeibergführern und Alpinbeamten bei Bergunfällen - trotz unterschiedlicher gesetzlicher Aufträge der beiden Organisationen.“ Wichtig sei, nicht nur im unmittelbaren Einsatz eng zu kooperieren, sondern auch bereits im Vorfeld bei den Rahmenbedingungen eine gemeinsame Basis zu schaffen.

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