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DIE ZUKUNFT DES ORTES MITGESTALTEN

Gemeinderat Prutting will Gemeindeentwicklungskonzept anstoßen

Intensiv beteiligt werden sollen die Pruttinger Bürger am geplanten gemeindlichen Entwicklungskonzept. Ortsteilgespräche wie hier in Niedernburg wird es deshalb auch in Zukunft immer wieder geben.
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Intensiv beteiligt werden sollen die Pruttinger Bürger am geplanten gemeindlichen Entwicklungskonzept. Ortsteilgespräche wie hier in Niedernburg wird es deshalb auch in Zukunft immer wieder geben.
  • VonJohannes Thomae
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Prutting soll ein Ort werden, in dem sich die Bürger noch mehr als Pruttinger fühlen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung war sich das Gremium einig: Zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) solll ein Gemeindeentwicklungskonzept soll angestoßen werden.

Prutting – „Wenn wir in fünfzehn oder zwanzig Jahren aufs Heute zurückschauen, wollen wir sagen können: Die Weichenstellungen, die wir damals vorgenommen haben, waren klug. Prutting hat sich in eine gute Richtung entwickelt“. So beschrieb Bürgermeister Johannes Thusbaß (CSU/Parteifreie) den Sinn einer Strategieklausur, in die sich der Pruttinger Gemeinderat im Mai begeben hatte.

Die vergangene Gemeinderatssitzung führte zu einem nächsten Schritt: Das Gremium beschloss einstimmig, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) ein Gemeindeentwicklungskonzept anzustoßen. Unter breiter Bürgerbeteiligung soll dabei diskutiert werden, wie auf der Klausur erarbeiteten großen Leitlinien in konkrete Ziele gefasst werden können.

Prutting ist um 30 Prozent gewachsen

Oberste Maxime ist dabei, das Wachstum Pruttings in einem zu bewältigenden Rahmen zu halten: „In den letzten zwölf Jahren ist Prutting um 30 Prozent gewachsen“ stellte der Bürgermeister fest. „Mit einem derartigen Wachstum kann unsere Infrastruktur, zum Beispiel Schule und Kindertagesstätten, auf Dauer nicht mithalten. Vor allem aber wäre damit der dörfliche Charakter unseres Ortes gefährdet. Es fehlt dann die Zeit, dass die Neubürger in den Ort und seine Eigenheiten hineinwachsen können“.

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Werde neues Bauland ausgewiesen, so ein Ergebnis der Klausur, soll sein Verkauf deshalb nicht en bloc, sondern parzellenweise und über einen größeren Zeitraum gestreckt erfolgen. Der Nachverdichtung – sprich dem Füllen von Baulücken innerhalb Pruttings und seiner Ortsteile – werde dabei Priorität eingeräumt.

Insgesamt sollen Wachstum und begleitende Maßnahmen so gestaltet werden, dass Prutting als „Hauptort“ erkennbar bleibt und vor allem auch erfühlbar wird. Im Prinzip wolle man verstärkt darauf achten, dass der Kern Pruttings zu einem zentralen Ort für die Gemeinde wird. Die Inwertsetzung der Brache am Mösl durch den gestarteten wöchentlichen Biergarten könne als ein Schritt in die richtige Richtung gedeutet werden, fand Thusbaß. Das Ziel sei, dass sich die Bewohner aller Gemeindeteile in Zukunft mehr als Pruttinger fühlen. Gleichzeitig möchte man aber auch versuchen, den Ortsteilen wie zum Beispiel Niedernburg zu einer eigenen alltagstauglichen Infrastruktur zu verhelfen.

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Eine wichtige Voraussetzung für diese Maßnahmen sei – auch das war eine Erkenntnis aus der Klausurtagung – eine klare Linie bei der Bauleitplanung. Änderungen von vorhandenen Bebauungsplänen soll es in Zukunft kaum noch geben. Damit würde nicht nur Zeit und Geld gespart, es werde auch verhindert, dass einmal gefasste und dabei gut begründete Entschlüsse für Einzelfälle immer wieder aufgeweicht würden.

Hintergründe sollen nachvollziehbar sein

Für entscheidend bei dem gesamten Prozess halten Bürgermeister wie Gemeinderäte die Bürgerbeteiligung. Dabei sollen nicht nur aktuelle Entscheidungen von Verwaltung und Gemeinderat schnell und transparent übermittelt werden – zum Beispiel durch den gemeindlichen Newsletter „Kommunenfunk“ – , sondern verstärkt auch noch die Hintergründe nachvollziehbar gemacht werden.

Als ein probates Mittel dafür hätten sich laut Thusbaß auch die heuer erstmals durchgeführten Ortsteilgespräche erwiesen. Hier komme ein ungezwungener und direkter Dialog zwischen der Gemeinde und ihren Bürgern zustande. Ein Dialog, den der Bürgermeister auch als wesentliche Voraussetzung für das angestrebte „Wir-Gefühl“ aller Pruttinger sieht.

Kommune hofft auf intensive Beteiligung

Intensive Beteiligung der Pruttinger erhofft sich die Kommune auch beim geplanten Gemeindeentwicklungskonzept. Zwar sei klar, dass es sich dabei nicht um ein Wunschkonzert handle, sondern das Vorhaben umso effektiver sei, je realisierbarer die vorgebrachten Ideen seien.

Dennoch ist Bürgermeister Thusbaß überzeugt: „Ein gemeinsames Nachdenken, wie wir alle uns unser zukünftiges Prutting wünschen, wird nicht nur ganz bestimmt Früchte tragen, es wird auch das Bewusstsein stärken, dass wir alle zusammen es sind, die die Zukunft unseres Ortes in der Hand haben“.

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