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KLÄRANLAGE BELASTET DEN HAUSHALT

Gemeinderat Oberaudorf verabschiedet Haushalt für 2021 einstimmig

Das Gesamtvolumen des Haushalts 2021 wurde auf 22,9 Millionen Euro festgesetzt. Davon entfallen 11,7 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 11,2 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Grafik:Klinger
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Das Gesamtvolumen des Haushalts 2021 wurde auf 22,9 Millionen Euro festgesetzt. Davon entfallen 11,7 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 11,2 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Oberaudorf stand der Haushalt 2021 im Mittelpunkt. Kämmerer Josef Zehrer gewährte Einblick in das Zahlenwerk. Der Schuldenstand habe sich wegen der Kläranlage erhöht. Auch andere Investitionen schlagen zu Buche.

Oberaudorf – Dafür gebe es aber auch mehr Rücklagen, führte er aus. Einstimmig wurde die Haushaltssatzung, die bereits im Finanzausschuss vorberaten wurde, verabschiedet.

Einbrüche im Tourismusbereich

Es sei nicht leicht, einzuschätzen, wie sich die Corona-Krise auf das Jahr 2021 auswirke, gab Zehrer zu bedenken. Insbesondere der Einbruch im Tourismusbereich (Kurbeitrag und Fremdenverkehrsbeitrag) mache eine Vorhersage schwierig.

Das Gesamtvolumen des Haushalts wurde auf 22, 9 Millionen Euro festgesetzt. Davon fließen 11,7 Millionen Euro in den Verwaltungshaushalt und 11,2 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt. Für den Neubau der Kläranlage sei 2021 eine Kreditaufnahme von 5, 3 Millionen Euro vorgesehen.

Davon seien in der Haushaltssatzung 2020 bereits 3,3 Millionen Euro rechtsaufsichtlich genehmigt worden, erklärte Zehrer. Die restlichen zwei Millionen Euro würden jetzt in die Haushaltssatzung 2021 fallen. 865.000 Euro würden vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt zugeführt.

Lesen Sie auch: Zwischenbilanz zum Neubau der Kläranlage in Oberaudorf: „Wir sind über den Berg“

Damit werde auch die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung erreicht. Die allgemeine Rücklage beträgt zum Jahresende etwa 4, 7 Millionen Euro.

Die größten Einnahmeposten beim Verwaltungshaushalt sind unter anderem die Einkommenssteuer (2,8 Millionen Euro), die Schlüsselzuweisungen (1,9 Millionen Euro), die Gewerbesteuer (1,2 Millionen Euro) und die Grundsteuern A und B (694 100 Euro). Bei den Ausgaben schlagen unter anderem die Personalausgaben (3,4 Millionen Euro), der Sach- und Betriebsaufwand (2,9 Millionen Euro) sowie Kreisumlage und die Umlage der Gewerbesteuer (2,7 Millionen Euro) zu Buche.

Blick auf Baumaßnahmen

Die Einnahmen des Vermögenshaushalts speisen sich neben Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt (865.000 Euro) aus Krediten (5,3 Millionen Euro) sowie Beiträge und ähnlichen Entgelten (drei Millionen).

Bei den Ausgaben sind Baumaßnahmen einer der wichtigsten Posten. Dafür stehen etwa 7,5 Millionen Euro bereit. Der größte Brocken macht dabei der Bau der Kläranlage aus, der heuer in die Schlussphase geht (5,1 Millionen Euro).

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Rund 12 Millionen Euro würde die Maßnahme insgesamt verschlingen, sagte Zehrer auf Nachfrage. In den vergangenen Jahren wurden bereits etwa sechs Millionen Euro in die Anlage investiert. 5,3 Millionen Euro werden nun im Haushalt 2021 bereitgestellt und die restlichen Gelder im Haushaltsjahr 2022 angesetzt, die über Kredite finanziert werden.

Teilausbau bis zur Klinik

Zwar wurde der Teilausbau der Bad-Trißl-Straße im Bereich der Klinik bis zur Sonnenstraße 2020 abgeschlossen. Aber ein Großteil der Baukosten (845.000 Euro) werde erst 2021 fällig, erklärte Zehrer.

Die weiteren Arbeiten an der Bad-Trißl-Straße sollen erst in den nächsten Jahren erneut aufgenommen werden, zugunsten wichtigerer Maßnahmen wie dem Anbau an der Grundschule Oberaudorf (100.000 Euro) und dem Umbau des Kindergartens in Niederaudorf (100.000 Euro). Weitere Kosten entfallen auf den Neubau der Bongossibrücke (100.000 Euro).

Kredite als Zwischenfinanzierung

Laut Zehrer belief sich der Schuldenstand am 1. Januar 2021 auf 3,3 Millionen Euro. Um die Kosten der Kläranlage zu decken, ist eine Kreditaufnahme von 5,3 Millionen Euro vorgesehen.

Demzufolge ergibt sich laut Zehrer am 31. Dezember 2021 ein Schuldenstand von etwa 8,2 Millionen Euro. Dies entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1. 538 Euro (bei einer Einwohnerzahl von 5.321).

Eine mögliche Sondertilgung sei in diesem Jahr nicht geplant, so der Kämmerer. Seiner Prognose nach, werde sich der Schuldenberg in den nächsten zwei Jahren verkleinern: „Die Kredite haben wir zur Zwischenfinanzierung aufgenommen, bis die Verbesserungsbeiträge von drei Millionen Euro erwirtschaftet werden.“

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