Gemeinderat in Klausur: Wie soll sich der Samerberg entwickeln?

Gemeinderat Wolfgang Ull markiert im Kreise der Gemeinderatskollegen für ihn wichtige Bereiche auf dem am Boden ausgelegten Luftbild vom Samerberg.
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Gemeinderat Wolfgang Ull markiert im Kreise der Gemeinderatskollegen für ihn wichtige Bereiche auf dem am Boden ausgelegten Luftbild vom Samerberg.

Mit drei Schwerpunkt-Themen hat sich der Samerberger Gemeinderat bei seiner Klausurtagung im Gasthaus „Duftbräu“ beschäftigt. Tobias Hanig, der Samerberger Ortsbetreuer der Arbeitsgemeinschaft „Baukultur konkret“, stellte die Baukulturregion Alpenvorland vor.

Samerberg – Acht Kommunen aus der Region, fünf davon aus dem Landkreis Rosenheim, haben sich in diesem Leaderprojekt zusammengeschlossen.

„In den acht Pilotgemeinden entwickeln wir Instrumente und Formate, anhand derer Baukultur zur positiven Gemeindeentwicklung beiträgt“, so Tobias Hanig.

Durch seinen engagierten Vortrag sprang der Funke auf die Gemeinderäte über. „Das Ziel, sich in den kommenden zwei Jahren intensiv mit Baukultur und den Zukunftsperspektiven der eigenen Gemeinde und der Region auseinanderzusetzen, kam bei allen Beteiligten sehr gut an“, berichtete Bürgermeister Georg Huber.

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Die Ökomodell-Region Hochries-Kampenwand-Wendelstein (ÖMR) stand im Mittelpunkt der Präsentation von Stefanie Adeili und Irmi Prankl. Sie kümmern sich um das Projekt-Management der ÖMR.

Im Rahmen des staatlichen Programms „BioRegio2020“ soll die Erzeugung von Bio-Produkten aus Bayern bis zum Jahr 2020 verdoppelt werden. Die Nachfrage soll künftig stärker aus heimischer, regionaler Produktion gedeckt werden.

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Die Öko-Modellregionen brächten die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel voran und stärkten das Bewusstsein für regionale Identität, erklärten Prankl und Adeili.

Korbinian Kroiss vom Büro Nonconform berichtete von seinen Erfahrungen mit bereits 90 Gemeinden im Bereich Planung und Bürgerbeteiligung: „Möglichst viele Akteursgruppen sollten bei der Ortsentwicklung einbezogen werden“, unterstrich Kroiss. Nach dem politischen Bekenntnis gelte es das Leitbild der Gemeinde zu erstellen sowie anhand einer Strategie entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die vier Akteursgruppen Bürger, Verwaltung, Wirtschaft und Politik. Sie werden bei einer Ideenwerkstatt zur Mitwirkung eingeladen, so Kroiss.

Anhand eines Luftbilds des Samerberger Gemeindegebiets konnten die Gemeinderäte bereits erste Ideen und Schwerpunkte der künftigen Ortsentwicklung äußern.

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