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„WUNDERBARE AUFGABE“

Gemeinde Schechen plant ein Paradies für Kinder

So soll das Spiel- und Freizeitparadies im Süden Mühlstätts aussehen.
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So soll das Spiel- und Freizeitparadies im Süden Mühlstätts aussehen.
  • VonKatharina Heinz
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„Es ist eine wunderbare Aufgabe, mit der uns die Gemeinde beauftragt hat“, schwärmte Landschaftsarchitekt Felix Finsterwalder in der vergangenen Sitzung des Schechener Gemeinderates. So sieht die Planung für den neuen Spielplatz im Neubaugebiet Mühlstätt Süd aus..

Schechen – Es wird ein richtiges Spiel- und Freizeitparadies. Im Südosten ist ein gepflasterter Dorfplatz mit Sitzsteinblöcken vorgesehen. Beim Betonpflaster seien die Pflege und Kosten überschaubar, so der Architekt. Der Dorfplatz ist so konzipiert, dass mobile Verkäufer, etwa ein Imbiss- oder ein Bäckerwagen, hineinfahren können. Das könnte ein praktisches Angebot der Nahversorgung für die Anwohner sein. Durch den westlichen Teil des Dorfplatzes mit Baumquartier führt eine Ableitung vom Bach Gießen. Dort lädt eine manuelle Wasserpumpe und eine gepflasterte Mulde die Kinder zum Wasserpritscheln ein.

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Hügel mit Kurvenrutsche

Nördlich des Dorfplatzes befindet sich der Spielbereich. Dort sind vorgesehen: ein Sandkasten mit Holzdeck und Holztieren, eine Schaukelanlage unter anderem mit Nestschaukel, ein Hügel mit Kurvenrutsche und Kletterröhre durch den Hügel hindurch sowie ein Schwebeband zum Balancieren. Im westlichen Bereich des Areals befindet sich ein Kletterbaumhaus sowie eine Seilbahn. Der Bach muss bei Starkregen in der Lage sein, höhere Wasserstände zu fassen. Deswegen sind an den Randgebieten Flutmulden eingeplant, in denen sich das Wasser ausbreiten kann. In trockenen Zeiten, so der Planer, werden diese eher etwas matschig sein.

„Das gefällt gut“

Dort könnten die Kinder also „batzeln“, so Finsterwalder. In Verbindung mit einem Spielplatz findet er das durchaus schön.

„Das gefällt gut“, war das einhellige Resümee des Gemeinderates. Einige Fragen blieben aber dennoch. „Muss man das nicht vom TÜV abnehmen lassen?“ wollte Manfred Altenweger (CSU) wissen. Ja, das werde vor der Freigabe vom TÜV abgenommen, so der Planer. Für die regelmäßigen Prüfungen haben die Bauhof-Mitarbeiter die nötige Ausbildung. Finsterwalder betonte außerdem, dass man bei den Hölzern der Spielgeräte auf Robinie setze – das sei in der Anschaffung teurer, aber langlebiger als etwa Lärche.

Andreas Rausch (CSU) meinte, das Kletterhaus sei mit hohen Kosten verbunden. Ob es denn unbedingt nötig sei?

Nicht alles muss gleich gebaut werden

Der Architekt verdeutlichte dazu, dass man einzelne Spielgeräte auch nachrüsten könne. Man verbaue sich auf der Fläche nichts. Stephan Sponfelder (CSU) bemängelte, dass beim Dorfplatz so viel Fläche befestigt sei. Hierzu erklärte der Planer: Man sehe die Fläche für Veranstaltungen oder mobile Verkaufswägen. Denn Infrastruktur, so die Einschätzung der Architekten, fehle im Bereich Mühlstätt Süd. Wenn man die Fläche befestige, sei sie einfacher zu reinigen und im Unterhalt unkomplizierter. Auf einer Wiese oder Ähnlichem würde man sonst Fahrspuren verursachen und der Unterhalt würde teurer. Im Dorfplatz sind etwa zwei Drittel befestigt, der andere Bereich als Baumquartier vorgesehen. Für Stephan Dialler (Parteifreie) sind auch die Sitzflächen überdimensioniert. Rund 58 Meter Sitzstein müsse nicht sein.

Bedenken wegen Lichtverschmutzung

Maria Ganslmaier-Hainzl (Parteifreie) sprach sich gegen das Beleuchtungskonzept aus. „Angesicht der immer zunehmenden Lichtverschmutzung bin ich da dagegen“, sagte sie. Planer Finsterwalder meinte, ein bisschen Beleuchtung gehöre für die Sicherheit schon dazu. Zumindest die Leitungen dafür sollte man beim Bau der Anlage legen.

Kosten bei über 300 000 Euro

Die Gesamtkosten belaufen sich laut Architekt auf rund 280 000 Euro plus etwa 35 000 Euro für die Planung. Der Gemeinderat einigte sich darauf, noch etwas einzusparen – bei der Pflasterfläche des Dorfplatzes, den Sitzblöcken sowie bei der Bepflanzung. Mit diesen Änderungen stimmte das Gremium den Planungen einstimmig zu. Im Mai/Juni könnte die Ausschreibung erfolgen, im Herbst ist dann der Baubeginn vorgesehen.

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