GEPLANTE MAHNFEUER

Gemeinde Riedering unterstützt Brenner-Protestaktion

Schon in Januar 2020 brannten in der Region Mahnfeuer gegen den Ausbau des Brenner-Nordzulaufs.
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Schon in Januar 2020 brannten in der Region Mahnfeuer gegen den Ausbau des Brenner-Nordzulaufs.

Eine Feuerkette entlang der geplanten Brenner-Nordzulauf-Trassen: ein Symbol der Verläufe der vier noch im Rennen liegenden Trassen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung warb Bürgermeister Christoph Vodermaier (Freie Wählergemeinschaft) um rege Teilnahme.

Riedering– Die geplante Aktion der Bürgerinitiativen rund um Rosenheim gegen den geplanten Brenner-Nordzulauf soll am Samstag, 27. Februar, ab 18.15 Uhr starten. 1.000 kleine Mahn-Feuer, das sei auch unter Einhaltung der Corona-Regeln möglich, so Vodermaier weiter. Die violette Trasse – sei es als untertunnelte Variante oder als sechs Kilometer lange oberirdische Variante – würde „massive Auswirkungen“ auf die großflächige Gemeinde Riedering haben, und überhaupt die ganze Region betreffen.

„Aufgereiht wie eine Perlenschnur“

Auf Nachfragen von Robert Langzauner (WUS) erklärte Vodermaier, dass die Grundstückseigentümer entlang des geplanten Streckenverlaufs ihr Einverständnis für die Mahnfeuer gegeben hätten, und dass man auf ruhiges Wetter hoffe: „Wenn es zu sehr windet, dann wird es wohl leider keine Feuer geben.“

Andreas Hirzinger (CSU) bat ebenfalls um rege Teilnahme. Die Feuerstellen verdeutlichten – „aufgereiht wie eine Perlenkette“ – die Massivität der sechs Kilometer langen Trasse quer durch Riedering.

„Allein schon der Aushub“

Ähnlich äußerte sich auch Richard Mühlbauer (FBP), der befand, dass damit unnötig viel Fläche verbaut würde. Josef Loferer (FW) hakte bei der Wirtschaftlichkeit nach. Die gepunktete Linie ergebe Deutschlands längsten Eisenbahntunnel, wo bleibe da die Wirtschaftlichkeit? „Das geht mir nicht ein, dass man nicht über die Bestandsstrecke nachdenkt.“ Christine Kreuz (FW) warnte vor den katastrophalen Auswirkungen durch den Bau: „Allein schon der Aushub…“

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Georg Kasberger (CSU) meinte, dass für den Bau einer Trasse ein Bundestagsbeschluss nötig sei. Dieser werde aber sicher nicht vor der Bundestagswahl erfolgen, erklärte Bürgermeister Vodermaier. Die Bahn habe angekündigt, dass das Trassenauswahlverfahren im Inntal und rund um Rosenheim im Frühjahr sein soll.

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