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Mehr Artenvielfalt in Kiefersfelden

Gemeinde Kiefersfelden setzt auf Blumen: Kampf den öden Rasenflächen

Weniger und später sollen die Grünflächenin der Gemeinde Kiefersfelden gemäht werden, wie etwa der Kreisel am Autobahnzubringer.
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Weniger und später sollen die Grünflächen in der Gemeinde Kiefersfelden gemäht werden, wie etwa der Kreisel am Autobahnzubringer.
  • vonFranz Hoffmann
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Die Gemeinde soll schöner, grüner und bunter werden, so der Wunsch des Gemeinderats, der bei seiner Sitzung die Vorstellung des Grünflächenplans für die kommunalen Flächen grundsätzlich positiv bewertete. So sieht das Konzept aus.

Kiefersfelden – Vorgestellt und erläutert von Bauhofleiter Engelbert Fuchs und seinem Kollegen Korbinian Astner, sollen die sich in Händen der Gemeinde befindlichen Areale weiter ausgeweitet werden. „ Aktuell betreuen wir etwa 15 Hektar selbst“, so der Bauhofleiter, „was mähen, bepflanzen und auch die Pflege beinhaltet. Unser Ziel ist es, neben der optischen Aufwertung vor allem die Artenvielfalt nicht nur zu erhalten, sondern zu steigern und damit auch dem Insektensterben entgegenzuwirken“.

Die Vielfalt an gemeindlichen Grünflächen umfasst momentan Rasenflächen in Parks, Kindergärten, Spielplätzen, durch Tiere abgegraste Weiden, Flächen, die spät oder wenig gemäht werden, Hecken- und Sträucherbewuchs, sowie Blumen- und Magerwiesen.

Einfach Natur machen lassen?

„Dazu sollen weitere Flächen kommen, die in Zukunft weniger und auch später gemäht werden, wie beispielsweise die Grünflächen rund ums Heimatmuseum Blaahaus oder Teile des Kohlstattparks“, wie Korbinian Astner erläuterte. „Und da müssen wir dann erstmal schauen, wie sich die Flächen entwickeln und einfach die Natur machen lassen“. Geplant sind auch weitere Blumenwiesen sowie vermehrte Sträucher- und Heckenbepflanzungen.

Hier vor allem auf dem Areal der Gemeindewerke, dem Kreisverkehr am Autobahnzubringer und weitere Teile des Rathausvorplatzes sowie die Bushaltestelle im Ortsteil Mühlbach und die dortige Innenkurve der Staatsstraße 2098.

Blick auf Bippenwald

Wie so etwas in Zukunft aussehen könnte, ist bereits auf dem Naherholungsgebiet „Bippenwald“ eindrucksvoll zu sehen. Obstbaumallee, blühende Wiesen und Sträucher sowie Insekten aller Art sind dort zu finden und zu bestaunen. Astner beendete seine Ausführungen mit dem Aufruf an alle, „es uns gleich zu tun“ und gab gleich dazu einige Tipps: „Für die Blumenvielfalt brauchen wir eher magere, steinige Erden; fettiger Boden fördert eher den Kleewuchs, der die Blumen verdrängt oder überwuchert“. Er und seine Kollegen wissen aber auch, „dass das ein arbeitsintensives Vorhaben“ ist.

„Doch in der Kiefer wird es dann anders ausschauen, als noch in früheren Jahren“, ist er sehr zuversichtlich.

Fläche im Vergleich

Beim Flächenvergleich, der die gesamte Grünfläche ohne Wald umfasst (155.000 Quadratmeter), summieren sich die gemeindlich behandelten Flächen auf zur Zeit rund 63.350 Quadratmeter. Geplant sind dann, ab heuer sukzessiv steigernd, knapp 80.000 Quadratmeter an Rasenflächen, Blumenwiesen und Sträuchern sowie später oder weniger gemähte Flächen.

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Bürgermeister Hajo Gruber (UW) fasst das ambitionierte Vorhaben zusammen: „Wir werden zukünftig weniger mähen und Flächen umbauen in nährstoffarme Blumenwiesen“. Für Gemeinderat Albert Weingart (Grüne) ist das „eine super Idee, die sowohl der Natur als auch der Gemeinde und ihren Bürgern zugutekommt“.

Ist die Natur zu besiegen?

Eher skeptisch dagegen äußerte sich Josef Pirchmoser (UW), der dieses System anzweifelte, „denn die Natur düngt ihre Flächen durch fallendes Laub, Lufteintrag und andere Maßnahmen selbst. Und wir wollen jetzt mit diesem Plan die Natur besiegen?“, stellte er die etwas provokante Frage. Doch seine Meinung hatte an diesem Abend eher ein Alleinstellungsmerkmal und nach kurzem, überwiegend positivem Meinungsaustausch sind jetzt wieder die Praktiker gefragt, die diese Ziele umsetzten sollen.

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