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Aus dem Gemeinderat

Gemeinde Frasdorf beschafft keine Luftreinigungsgeräte für die Grundschule

Ein Luftfiltergerät steht in einem Fachraum einer Schule. Der Frasdorfer Gemeinderat hat den Kauf solcher Geräte aus Kostengründen abgelehnt.
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Ein Luftfiltergerät steht in einem Fachraum einer Schule. Der Frasdorfer Gemeinderat hat den Kauf solcher Geräte aus Kostengründen abgelehnt.

Weiterhin Fenster auf heißt es für die Kinder der Wastl-Fanderl-Grundschule sowie der Mittagsbetreuung. Denn der Frasdorfer Gemeinderat hat sich bei seiner jüngsten Sitzung gegen die Anschaffung von elf Luftreinigungsgeräten entschieden. Mit neun gegen sechs Stimmen lehnte das Gremium den Kauf ab.

Frasdorf – Der Abstimmung war eine lebhafte Diskussion vorangegangen. Ausschlaggebend für die Ablehnung waren die Folgekosten für Wartung und Pflege.

Anschaffungskosten liegen im Rahmen

Bürgermeister Daniel Mair (CSU) erklärte, dass die Gemeindeverwaltung unterschiedliche Geräte nach den Kriterien der Schule geprüft hätte. Die Luftreiniger seien leise gewesen und hätten den täglichen Dienstbetrieb im Rathaus nicht gestört. Sie seien pflegeleicht und mit 999 Euro unter der angepeilten 1000 Euro Marke. Die Lieferzeit beträgt laut Mair aktuell vier bis sechs Wochen, der Vertrieb und der Kundendienst sei durch eine Münchner Firma sichergestellt.

Zuschüsse nur für Geräte in Klassenräumen

Für die elf Geräte müsste die Gemeinde rund 11 000 Euro bezahlen, 50 Prozent der entstandenen Kosten seien förderfähig. Dabei, so betonte der Rathauschef, gebe es nur Zuschüsse für Geräte in Klassenräumen. Geräte im Lehrerzimmer, in Sonderräumen, in der Aula oder in der Sporthalle seien nicht förderfähig.

Investition in die Zukunft der Kinder

Eine Anfrage an das Gesundheitsamt, ob durch die Luftreiniger die Quarantänebestimmungen erleichtert werden könnten, sei noch nicht beantwortet worden.

Christine Domek-Russwurm (CSU) und Lorenz Wollschlager (PWGF) befürworteten den Kauf.

Er stelle eine Investition in die Zukunft dar. „5500 Euro für unsere Kinder müssen einfach da sein.“ Lüften sei zwar die einfachste Möglichkeit und in der kommenden Jahreszeit wieder gut durchzuführen, aber die Geräte seien eine willkommene Ergänzung und minimierten das Restrisiko.

Was kommt nach der Pandemie?

Georg Wörndl (BP) schloß sich dieser Meinung an: Damit ließe sich der Schulbetrieb womöglich länger aufrecht erhalten und das Infektionsrisiko verringern.

Franz Voggenauer (CSU) wollte wissen, was mit den Geräten nach dem Ende der Pandemie geschehen solle: „Dann sitzen wir auf einer Menge Schrott, den keiner mehr verwenden kann.“ Er befürchtete, dass die Gemeinde so Begehrlichkeiten schaffe, die nicht erfüllt werden könnten: „Dann kommt hinterher jeder und möchte auch ein Gerät.“

Wartungskosten ausschlaggebend für die Entscheidung

Julian Richter (PWGF) berichtete von seinen Erfahrungen mit Luftreinigungsgeräten. Nach Ende der Pandemie oder ihrer Lebenszeit müssten sie durch den Nutzer entsorgt werden, eine Nachnutzung sei nicht möglich. Josef Prankl und Lorenz Hamberger (beide PWGF) monierten, dass die Zuschüsse ohne Ansage von 100 auf 50 Prozent gesenkt wurden.

Die Wartungskosten von 3000 Euro für alle Geräte im Jahr seien ebenfalls nicht förderfähig und fallen auf die Gemeinde zurück. Das war letztlich der Grund, wieso die Mehrheit des Gremiums gegen die Anschaffung der Geräte stimmte.

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