Gehweg über die Hammerbachbrücke?

Mit einer Breite von 5,50 Metern bietet die Brücke über den Hammerbach kaum Möglichkeit, neben einer Fahrbahn für den motorisierten Verkehr auch Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.
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Mit einer Breite von 5,50 Metern bietet die Brücke über den Hammerbach kaum Möglichkeit, neben einer Fahrbahn für den motorisierten Verkehr auch Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

Soll man die Hammerbachbrücke in der Nähe des Gymnasiums Raubling verbreitern und wie? Vor allem die schwierigen Grundstücksverhältnisse beeinflussen den Planentwurf, den Bürgermeister Olaf Kalsperger (CSU) in der Gemeinderatssitzung vorstellte.

Von Volkhard Steffenhagen

Raubling – Vorab ging es um Ersatzplanung für die Hammerbachbrücke am Kapellenweg. Die Brücke ist ein von Schülern vielgenutzter Überweg, befindet sich nur wenige Meter weitereinen Planentwurf vor. Einschränkend bemerkte der Bürgermeister, dass die Gemeinde nur an wenigen Stellen Grundeigentümerin sei, was die Verbreiterung der Brücke einschränken würde.

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Generell sei eine größere Dimension auch nicht gewollt, da die Querung als „Drossel“ diene, um zu verhindern, dass hier schneller gefahren werde als erlaubt. Laut Entwurf befinde sich neben dem geplanten Gehweg mit einer Breite von 1,50 Metern, eine vier Meter breite Fahrspur. Kalsperger hält die Abmessungen für die Fahrspur nicht für übertrieben, denn hier verkehren auch landwirtschaftliche Fahrzeuge, die etwas mehr Platz als ein Auto benötigen würden. Plan sei es, den vor einigen Jahren hergestellten Gehweg nun auch über die Brücke hinaus zu verlängern.

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Nach vorhergehenden Diskussionen im Bauausschuss machte der Bürgermeister das Gremium auf ein Problem in der Anlage eines kombinierten Geh- und Radwegs aufmerksam. Der Gemeinde stehe an dieser Stelle kein eigener Grund zur Verfügung, um die notwendige Breite erzielen zu können. So mache es keinen Sinn auf der Brücke einen Geh- und Radweg zu bauen, weil er im Anschlluss nicht weitergeführt werden könne, sagte Kalsperger.

Aus dem Gremium kam der Vorschlag, die Fahrbahn mit einem sogenannten Angebotsstreifen zu versehen.

Der Schutzstreifen für Radfahrer ist als besondere Linie in der Straßenverkehrsordnung beschrieben. Wird am Fahrbahnrand so ein Schutzstreifen für Radfahrer markiert, dann dürfen andere Fahrzeuge die Markierung bei Bedarf überfahren. Eine Gefährdung von Radfahrern sei dabei auszuschließen. Allerdings ergebe sich dann das Problem, dass sich an den 1,50 Meter-Gehweg ein 1,50-Meter-Angebotsstreifen anschließen und damit den motorisierten Verkehrsteilnehmern nur noch eine Fahrbahnbreite von 2,50 Metern zur Verfügung stehen würde.

Auch ein gestrichelter Streifen käme als Option in Frage

Alternativ käme ein gestrichelter Streifen in Frage, der allerdings jederzeit überfahren werden könnte. Außerdem wurde von einigen Räten vorgeschlagen, mit den Grundstückseigentümern Verhandlungen aufzunehmen – mit dem Ziel des Grunderwerbs, sodass der Geh- und Radweg über die Brücke hinaus fortgesetzt werden könne. Schließlich werde so eine Brücke ja für die nächsten 80 bis 100 Jahre gebaut, merkte ein Gemeinderatsmitglied an. Ein Beschluss wurde nicht gefasst, das Thema kommt in einer der kommenden Sitzungen erneut auf die Tagesordnung.

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