Gebühren werden erhöht

Rott – Auch die Gemeinde Rott wird seinem Personal im Kindergarten sieben Prozent mehr Lohn bezahlen.

Diese Kosten, so Bürgermeister Schaber, könne die Gemeinde in der gegenwärtig extrem angespannten finanziellen Situation nicht tragen. So hatte der Gemeinderat über den Antrag abzustimmen, die Kindergartengebühren ab dem nächsten Kindergarten-Jahr von monatlich 110 auf 125 Euro zu erhöhen. Der Antrag wurde mit neun gegen vier Stimmen angenommen. Eine alternativ von Christoph Sewald vorgeschlagene Erhöhung um zehn Euro fand keine Mehrheit. Marinus Schaber vertrat die Auffassung, dass lediglich 125 Euro für eine professionelle Betreuungsleistung von 80 bis 100 Stunden ohnehin einen sehr günstigen, subventionierten Betrag darstelle.

Mit die höchsten Kindergarten-Sätze

Dritter Bürgermeister Johann Kirschbaum wandte ein, dass Rott zu den Gemeinden mit den höchsten Kindergarten-Sätzen zähle. In Haar, mitten im Speckgürtel Münchens, werde nur 130 Euro verlangt, in Griesstätt gar nur 93 Euro, und auch Grafing sei günstiger. Höhere Gebühren schmälern seiner Auffassung nach auch die Bereitschaft von Bürgern, im Elternbeirat mitzuwirken.

Schaber hielt dem entgegen, dass die finanzielle Situation in anderen Gemeinden anders gelagert sei, vielfach existierten Fördervereine. Florian Lemmrich erinnerte an das wohlhabende Burghausen, das gar keine Gebühren verlange. Damit aber könne Rott sich nicht vergleichen.

Zudem, gab die Verwaltung Auskunft, bestehe für Eltern unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sich das Kindergartengeld wieder rückerstatten zu lassen. tom

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