LESERFORUM

Gebühren äußerst verpönt

Zum Bericht „Ein Wanderparkplatz soll errichtet werden“, erschienen im Lokalteil

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Ich habe mit Entsetzen Ihren Artikel über den Wanderparkplatz in Flintsbach gelesen. Die Überschrift ist schon einmal grundlegend irreführend und falsch. Wie das Foto zeigt, besteht der Wanderparkplatz am Fuße des Petersberges bereits und dies seit mehreren Jahrzehnten und ist sehr beliebt. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass hier bisher keine Parkgebühren verlangt worden sind. Diese sind unter den Naturfreunden äußerst verpönt. Wir sind doch in Bayern und nicht in Tirol!

Die Gemeinde hat beschlossen, alle Kosten zu übernehmen. Man möchte Automaten der neuesten Generation anschaffen, welche auch alle modernen Bezahlsysteme ermöglichen. Das heißt: nicht nur hohe Kosten für die Anschaffung, es muss zusätzlich für Strom und einen Internetzugriff gesorgt werden. Diese Automaten müssen nicht nur entleert werden, sie müssen regelmäßig gewartet werden. Auch muss eine dauernde Kontrolle erfolgen, ob die Gebühren entrichtet worden sind. Bei entlegenen Automaten ist auch mit Vandalismus zu rechnen.

Der Gemeinderat sollte es sich gründlich überlegen, ob es sich wirklich auszahlt. Die Leidtragenden werden der Wirt auf dem Petersberg und die Besitzer der Hohen Asten sein. Ihnen wird ein Teil des Umsatzes wegbrechen, weil Wanderer auf andere Möglichkeiten zurückgreifen werden. Ich jedenfalls werde nicht mehr regelmäßig auf die Hohe Asten gehen und dort einkehren. Die Wirte haben doch schon genügend Probleme mit Corona. Muss da der Gemeinderat noch eins draufsetzen? Da bleibt nur noch zu hoffen, dass die Eigentümergemeinschaft Verständnis zeigt, und dem ganzen Spuk ein Ende bereitet.

Hans-Georg Althoff

Oberaudorf

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