Gebirgsschützen Neubeuern: Arbeitseinsatz statt Festwoche

Statt Festwoche Arbeitseinsatz: Die Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern hat an ihrem ersten „Arbeitstag“ am Samstag schon einige Arbeiten in Angriff genommen.
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Statt Festwoche Arbeitseinsatz: Die Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern hat an ihrem ersten „Arbeitstag“ am Samstag schon einige Arbeiten in Angriff genommen.

Die Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern zeigt derzeit großen Arbeitseinsatz. Bäume werden gefällt, ein Geländer erneuert, Sträucher rausgeschnitten. Kurz: Der Markt Neubeuern wird seit Samstag, 22. August, aufgehübscht. Rund acht Tage haben die Gebirgsschützen für die Arbeiten veranschlagt.

Von Barbara Forster

Neubeuern – Diese sollen vorwiegend an Samstagen, stattfinden, schildert Rainer Tremmel, Schriftführer der Gebirgsschützen Neubeuern. Er denkt, dass sich die Tätigkeiten noch einige Wochen hinziehen werden.

„Heimat verschönern ist Tradition“

Die Idee, den Markt zu verschönern, entstand im Rahmen des 50-jährigen Wiedergründungsjubiläums der Gebirgsschützen Neubeuern. In Abstimmung mit der Gemeinde erfolgt die „Verschönerungs-Aktion“ am „Haschl-Berg“, den südlichsten Punkt der historischen Wehranlage um den Marktplatz, berichtet Tremmel. „Der Zustand der Wege ist sehr unsicher und uns ist es ein Anliegen, diese herzurichten und aufzuwerten.“ Finanziert werde die Aktion von der Gemeinde. „Diese stellt die Materialkosten.“ Die Arbeitsleistung stellt wiederum der Verein zur Verfügung.

An den Markt etwas zurückzugeben sei eine „Tradition“, schildert Tremmel. Auch in der Vergangenheit habe die Gebirgsschützen Kompanie zur Verschönerung der Heimat beigetragen. So wurden bereits Landschaftsbäume gepflanzt oder das Markttor hergerichtet, um nur einige Beispiele zu nennen.

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Die Feierlichkeiten zum Jubiläum, die ursprünglich vom 2. bis 6. Juli stattgefunden hätten, mussten coronabedingt verschoben werden. Aber durch die Aufräum- und Arbeitsaktion bestehe wenigstens die Möglichkeit, im „kameradschaftliches Beisammensein“ gemeinsame Ziele zu verfolgen, sagt Tremmel. Und wie der Schriftführer schildert, sei der erste Tag des Arbeitseinsatzes „recht erfolgreich“ abgelaufen. Mindestens vier Kipper voller Sträucher und Bäume wurden wegtransportiert. Im nächsten Schritt will man sich an das alte Geländer heranwagen und es abbauen sowie die Trittstufen sicherer machen. Auch ein oder zwei Sitzbänke sollen aufgestellt werden. Der „Haschl-Berg“ sei aufgrund seiner Lage sehr gefragt, erklärt Tremmel. Deshalb würde es nicht schaden, wenn die Wege und Treppen rundherum erneuert werden würden.

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Dass die Festwoche abgesagt werden musste, sei ein Wermutstropfen. Aber ein Ersatztermin stehe bereits fest: Im Rahmen einer geplanten Festwoche verschiedener Neubeurer Vereine werden die Gebirgsschützen Neubeuern am 20. Juni 2021 ein Bataillonsfest zelebrieren. „Wir sind froh, dass wir uns da beteiligen können“, sagt Tremmel.

Festzeichen geprägt

Große finanzielle Verluste wegen der Festwochen-Planung habe man Gott sei Dank nicht gemacht. Lediglich die Plakate wurden bereits entworfen sowie die Festzeichen geprägt. Die Freude spart man sich jetzt eben für das nächste Jahr auf. Und die Arbeit und den Eifer steckt man jetzt in die Marktgemeinde Neubeuern.

Die Gebirgsschützen Neubeuern würden sich jedes Jahr eine andere Stelle in der Marktgemeinde aussuchen und diese verschönern, sagt Wolfang Sattelberger, Zweiter Bürgermeister von Neubeuern. Die Idee und den Einsatz des Vereins findet er „total super“.

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Wir sind stolz auf unsere Gebirgsschützen Kompanie.“ Die Stelle am „Haschl-Berg“ sei eines der „schönsten Plätze in Neubeuern“, so der Zweite Bürgermeister. „Da sieht man ins ganze Inntal hinein.“ Dass die Gebirgsschützen Neubeuern dort Sanierungsarbeiten verrichten findet er deshalb eine „tolle Sache“.

Viele Ausholzarbeiten mussten die fleißigen Helfer bewältigen. RE

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