Ja zum Freizeitgelände am Baggersee

Eine richtungsweisende Entscheidung fällte der Gemeinderat jetzt zum Freizeitgelände am Halfinger Baggersee.

Halfing - Nach der Beendigung des Kiesabbaus wurde geplant, dass am Baggersee ein attraktives Freizeitgelände mit Bolzplatz, Beachvolleyball, einem Gebäude und einer Brücke über den See entstehen soll. Ergänzend soll der Ausweichsportplatz von der Chiemseestraße zum neuen Freizeitgelände verlegt werden, um im Bereich der Simsseestraße Bauplätze zu schaffen.

Das Naherholungsgebiet wurde als "Naturerlebnisweiher" konzipiert, sodass auch eine Förderung durch das EU-Programm "Leader in Eler" in Aussicht gestellt wurde. In den früheren Haushaltsplanungen wurden für das Projekt 500000 Euro eingeplant. Die Kostenschätzung für die letzte Planung lag jedoch bereits bei 650000 bis 700000 Euro. Aufgrund plötzlich massiv auftretender Algenfladen, welche einen Badebetrieb nahezu unmöglich machten, wurde der Bau im letzten Jahr gestoppt. Nach Ansicht der Gemeinderäte wäre es nicht zu verantworten, eine solch hohe Summe auszugeben - obwohl kein geordneter Badebetrieb gewährleistet werden kann. Hier müsse man zunächst die Wasserqualität verbessern und den Gesamtumfang des Vorhabens prüfen. In der Sondersitzung war sich der Halfinger Gemeinderat einig, den Kostenrahmen deutlich zu senken.

Für die Gemeinde stehen in den nächsten Jahren wichtige und kostenintensive Projekte wie Krippenneubau und Abwasserentsorgung im Außenbereich an. Auch die unsichere Wirtschaftslage und Einbußen bei den kommunalen Einnahmen stellen hohe Ausgaben derzeit in Frage. Grundsätzliche Einigung erzielten die Räte bezüglich der Verlegung des Ausweichsportplatzes.

Eine Verlegung möglichst zeitnah

Die Verlegung soll möglichst zeitnah durchgeführt werden, um geplante Bauplätze zu schaffen. Vorher soll nochmals geprüft werden, ob im Gemeindebereich nicht doch ausreichende Alternativflächen für einen anderen Standort des Ausweichsportplatzes oder für eine neue Sportanlage mit zwei Fußballplätzen, zur Verfügung stehen. Dann müsste der bisherige Ausweichsportplatz schnellstens zum Baggersee verleget werden, da die Gemeinde dort auch Besitzer der benötigten Fläche ist und kein Grundstückskauf getätigt werden muss.

Zur Lösung der Gewässerproblematik soll geprüft werden, ob am See noch weiterer Kiesabbau möglich ist. Durch die hierbei entstehende Gewässervertiefung wäre nach Expertenmeinung das Algenproblem teilweise behoben. Über weitere Lösungsansätze sowie das weitere Vorgehen wollen die Räte entscheiden, sobald Klarheit über einen erneuten Kiesabbau besteht.

Einig waren sich die Räte darüber, die Gesamtkosten durch eine abgespeckte Version des Freizeitgeländes deutlich reduzieren zu wollen. Aufgrund der Bedeutung für Gemeinde und Jugend ließen die Räte aber keinen Zweifel daran, dass das Freizeitgelände tatsächlich entstehen soll. re

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