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32 Kilometer Rückstau auf der Lkw-Spur

Folge der Blockabfertigung am 21. Februar – Bürgerforum Inntal meldet sich zu Wort

Kilometerlange Staus auf der Autobahn A8 und A93 sowie in den Inntalgemeinden sind das Resultat der Blockabfertigung.
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Kilometerlange Staus auf der Autobahn A8 und A93 sowie in den Inntalgemeinden sind das Resultat der Blockabfertigung.

Eine Beseitigung der Verkehrsprobleme im Inntal und der Region Rosenheim kann nur gemeinsam, also zusammen mit allen betroffenen Gemeinden, dem Landkreis Rosenheim, dem Land Bayern, dem Bundesverkehrsministerium und dem Land Österreich/Tirol erreicht werden. Das Bürgerforum formuliert Vorschläge.

Brannenburg – Zur Blockabfertigung braucht es laut einer Pressemitteilung des Bürgerforums Inntal weder ein drittes und viertes Gleis als Hochleistungsstrecke noch einen fertiggestellten Brenner-Basistunnel. Aktuell würden auf der Bestandsstrecke Rosenheim – Kufstein 160 bis 180 Züge täglich verkehren. Die derzeitige Kapazität bei guter Betriebsqualität läge bei 284 Zügen, mit ECTS Signaltechnik seien bis zu 392 Züge möglich. Als Quelle werden die Vieregg & Rössler Studien 2019 und 2022 genannt. Um jährlich 400.000 Lkws zusätzlich auf die Schiene zu bekommen, seien selbst bei kurzen Zügen maximal 32 Züge pro Tag mehr notwendig.

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Damit eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene erreicht wird, sind laut Bürgerforum Inntal erforderlich:

• die Einführung einer grenzübergreifenden Korridor-Maut

• die Abschaffung des Dieselprivilegs in Österreich

• die Einführung eines grenzübergreifenden Lkw-Dosierungssystems

• der Ausbau und eine bessere Anbindung der DB-Güterterminals München-Riem und Regensburg. Große Teile dieser Maßnahmen seien im Transitgipfel 25.07.2019 zwischen Österreich/Tirol und Deutschland/Bayern vereinbart worden

• die Entwicklung und Realisierung einer Alpentransitbörse

Gemeinsame Absprachen und Gutachten gefordert

Um dem Umwege- und Ausweichverkehr von der A8 und A93, der sowohl bei Blockabfertigung als auch bei starkem Reiseverkehr entsteht, zu begegnen, sei ein gemeinsames Vorgehen aller betroffenen Gemeinden erforderlich. Die von Nußdorf und Neubeuern in Auftrag gegebenen Gutachten sollten daher erweitert werden. Weiterhin sei die Errichtung von frequenzgesteuerten Ampelanlagen an autobahnnahen Verkehrsknoten zu prüfen, um den Ausweichverkehr drastisch zu reduzieren.

Das Bürgerforum Inntal fordert darüber hinaus eine Verkehrspolitik, bei der an Stelle von unbegrenzter Mobilität für den alpenquerenden Güter- und Personenverkehr der Schutz von Mensch und Natur im Vordergrund steht.

re

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