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Raus aus der Trübsal mit Fun-Sport

Endlich wieder miteinander: Gymnasium Raubling stemmt sich gegen die Folgen der Pandemie

Lucia steht das erste Mal auf einem Longboard und ist begeistert: „Sowas muss her, ich liebe das Cruisen auf dem Longboard. Das macht einfach gute Laune!“
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Lucia steht das erste Mal auf einem Longboard und ist begeistert: „Sowas muss her, ich liebe das Cruisen auf dem Longboard. Das macht einfach gute Laune!“
  • VonKarin Sönmez
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Breakdance, Frisbee und Skateboard anstatt Lateinvokabeln und Mathematik – in der vergangenen Woche haben sich rund 140 Schüler am Gymnasium Raubling an Fun-Sportarten versucht. Den Kindern soll nach den düsteren Monaten der Corona-Pandemie wieder Spaß am Miteinander vermittelt werden

Raubling – Das Schulprogramm von Gorilla machte Station in Raubling und bot den achten Klassen plus der 5a, die die Sportklasse am Gymnasium ist, einen Tag mit coolen Sportarten wie Breakdance, Frisbee oder Skateboard fahren an.

Nur wenige Angebote für Jugendliche

Das mehrfach ausgezeichnete Gesundheitspräventionsprogramm von Gorilla kommt aus der Schweiz. Es wird seit 2015 in Kooperation mit der Siemens Betriebskrankenkasse, die auch das Sponsoring übernimmt, durchgeführt. Es zielt speziell auf Schüler von weiterführenden Schulen ab.

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Pia Knittel, Projektleiterin für das Schulprogramm bei Gorilla, begründet das damit, dass es für Grundschulen schon ziemlich viele Förderprogramme gebe, aber für Teenager eher wenigere. „Jugendliche, die gerade mitten in der Pubertät stecken, dort abzuholen, wo sie bereit sind, mit zu machen, ist nicht einfach. Deshalb ist das Konzept des Gorilla-Motivationsprogrammes, dass die Betreuer auch Menschen aus der Welt dieser Altersgruppe sind.“

Tik Tok-Star lehrt Freestyle-Frisbee

Einer der Coaches für Freestyle-Fußball sei sogar ein Tik Tok-Star mit ‚blauem Haken‘, woraus der Kenner sieht, dass er sehr bekannt ist. Ein anderer ist mehrfacher Freestyle-Frisbee Weltmeister. „Unsere Coaches sind mit den Kids auf Augenhöhe und sprechen ihre Sprache. Mit niederschwelligen Sportarten, für die man keinen Verein braucht, catchen und begeistern wir sie.

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Unsere Erfahrung zeigt, dass viele nach so einem Gorilla Workshop plötzlich öfter mal ihr Handy weglegen und stattdessen Sport treiben. Wichtig ist dabei der Aspekt, dass es nicht um Leistung geht, sondern um den Spaß“, beschreibt Knittel die Ausgangssituation.

Gesundes Essen statt Energy Drinks

Um den Schülern auf breiter Ebene das Bewusstsein für ihren Körper zu schärfen, werden zwischendurch gesunde Müslis, Snacks und Smoothies serviert. Sportlehrer Florian Schranz lacht: „Die Schüler sehen: Hey, die Leute sind cool drauf! Und das obwohl – oder besser: weil sie statt Leberkässemmeln und Pizza lieber Müsli und Obst essen und statt Energy Drinks lieber Wasser trinken!“

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Jungen und Mädchen in der achten Jahrgangsstufe seien von den Einschränkungen während der Pandemie besonders heftig betroffen. In diesem Alter würden viele soziale und körperliche Prozesse durchlaufen, die durch die Verhaltensregeln der Pandemie in falsche Bahnen geraten sei, betont Studienrat Schranz. Deshalb wurde dieses Jahr speziell für die achten Klassen von der Fachschaft Sport die Aktion ‚bewegte Schule‘ ins Leben gerufen, wovon der Gorilla-Day ein Teil war.

Die Schule soll wieder Spaß machen

Im Weiteren wird den Schülern einmal pro Woche während einer Unterrichtsstunde zusätzlich zum Sportunterricht, eine extra Stunde mit sozial-integrativen Sportspielen angeboten. Man ziele mit der Aktion darauf ab, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich im sozialen Gefüge wieder zurechtzufinden und parallel dazu den Anstoß zum Sport zu geben, erklärt Studienrätin Caroline Schranz. Die beiden Sportlehrer vom Gymnasium Raubling betonen: „Es ist so wichtig, als Antwort auf die Covid 19-Maßnahmen den Kids wieder den Spaß an der Schule und am Miteinander zu vermitteln!“

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