Corona als Herausforderung

Florian Ott ist Söchtenaus neuer Seniorenbeauftragter: So will er die Generationen vereinen

Florian Ott (40) ist der neue Seniorenbeauftragte der Gemeinde Söchtenau. Er lebt dort seit Mai 2019.
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Florian Ott (40) ist der neue Seniorenbeauftragte der Gemeinde Söchtenau. Er lebt dort seit Mai 2019.
  • Alexandra Schöne
    vonAlexandra Schöne
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Söchtenau – Florian Ott (40) will ein Vermittler sein und einer, der Menschen zusammenbringt: Der Heilerziehungspfleger bei der Stiftung Attl ist der neue Seniorenbeauftragte der Gemeinde. Im Interview spricht er über seine Ziele und seine Motivation.

Herr Ott, die Arbeit als Seniorenbeauftragter in der Gemeinde – was macht sie für Sie aus?

Florian Ott: Es ist mir ein großes Anliegen, Menschen zusammenzubringen, mich im Dorfleben zu engagieren und neue Ideen einzubringen. Das habe ich schon immer gern gemacht. Und durch die neue Aufgabe lerne ich auch die Gemeinde besser kennen, in der ich seit einem Jahr lebe.

Wie sehen Sie Ihren Posten?

Ott: Ich bin Vermittler, Berater, Animateur und Organisator, wenn es um Feste oder Veranstaltungen geht. Vielleicht auch Seelsorger, natürlich nicht im kirchlichen Sinne. Es ist eine sehr vielfältige Aufgabe.

Warum haben Sie sich für die Stelle beworben?

Ott: Ich habe mich nicht beworben, sondern ich wurde gefragt. Die Gemeine hat bei meiner Schwiegermutter nachgehakt, ob sie jemanden kenne, der die Stelle übernehmen würde. Und da sie wusste, dass ich mich gerne sozial, politisch und gesellschaftlich engagiere, hat sie mich gefragt.

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Sie sagen, Sie haben sich mit dem Jugendbeauftragten der Gemeinde, Lorenz Liegl, zusammengeschlossen. Warum?

Ott: Ich habe mich gefragt, wie ich herausfinde, was gut und weniger gut n der Gemeinde läuft. Ich übersehe ja nicht nur die Senioren, sondern die ganze Gemeinde.

Deshalb planen wir eine Umfrage im Gemeindeblatt. Der Jugendbeauftragte macht den Teil für die Jüngeren und ich den für die Senioren. Beides wollen wir anschließend zusammenführen und schauen, welche Projekte und Ideen daraus entstehen. Gerade bin ich in der Erarbeitung der Umfrage. Im Dezember soll sie dem Gemeindeblatt beiliegen.

Hat die Corona-Krise ihnen die Arbeit als Beauftragter erschwert?

Ott: Es gibt im Moment ja gar nichts. Keine Seniorennachmittage oder auch keine Möglichkeiten, sich überall vorzustellen. Deshalb machen wir die Umfrage, um auf diesem Weg zu schauen, wie man die Leute unterstützen kann. Ich sehe die Corona-Krise nicht als Schwierigkeit, sondern als Herausforderung.

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Was ist in Söchtenau besonders seniorenfreundlich?

Ott: Was mir aufgefallen ist: die kirchliche, traditionelle Anbindung ist stark – in Form von Seniorenfrühstücken oder Spielenachmittage. Da gibt es sehr viel Engagement. Außerdem unterstützen sich viele gegenseitig. Das ist beachtlich. In Söchtenau selbst ist alles zu Fuß zu erreichen, also zum Beispiel Bäcker, Metzger, Supermarkt und Rathaus. Da sind die örtlichen Rahmenbedingungen gut.

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Was ist verbesserungswürdig in der Gemeinde?

Ott: Bisher ist mir nichts Großes aufgefallen. Ein paar Kleinigkeiten vielleicht, wie Barrierefreiheit oder wie Senioren an Informationen kommen.

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