Ein Filmregisseur fungiert als „Zugtier“

Filmregisseur Klaus Bichlmeier(links) und Postkutschenbauer Michael Sattlberger bei einer ersten „Probefahrt“ amSamerberg.

Samerberg – „Ziag oh, gehd scho!“ – dieser Aufforderung kam Filmregisseur Klaus Bichlmeier gerne nach, als er beim Samerberger Postkutschenbauer Michael Sattlberger in Schweinsteig vorbei kam.

Schon bald stellte sich die Frage, ob es tatsächlich möglich ist, die historische Postkutsche von Michael Sattlberger per Manneskraft zu ziehen. „Nein, wir brauchen zwei Pferdestärken!“ – stellte der Filmemacher scherzhaft fest.

Corona-Krisestoppt Reisepläne

Anlass für das Treffen in Schweinsteig war die Planung für das Projekt „Zeitreise Bayern“. Michael Sattlberger baute, wie berichtet, die Postkutsche, mit der anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Samerberg“ von Südtirol nach Törwang gefahren werden sollte.

Doch es kam wegen der Corona-Krise anders, die Fahrt musste auf das Jahr 2021 verschoben werden. Per Zufall erfuhr der Münchner Regisseur Klaus Bichlmeier von dieser Kutsche.

Da kam ihm die Idee, das Gefährt in seinen neuen Film „Zeitreise Bayern“ einzubauen.

Bichlmeier erzählt: „In meinem Film reise ich in acht wichtige bayerische Städte. Und mit der Kutsche kann ich ideal in kurzen Bildern die Etappen von Stadt zu Stadt darstellen. Dabei arbeite ich mit ,Trick 17 à la Hollywood‘. Die Kutschen-Aufnahmen finden in Orten und auf Wegen der Hochtalgemeinde Samerberg statt, ohne dass es der Kinobesucher im fertigen Film merkt.“

Wie das der Regisseur genau machen wird, wird bei ersten Aufnahmen am Samerberg im Sommer zu sehen sein. hoe

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