Fast das gesamte Söchtenauer Gremium ist neu

Die neuen Gemeinderäte werden vereidigt: Der neue Bürgermeister Bernhard Summerer von Söchtenau nahm Johannes Ottinger, Theresia Schöberl, Martin Baumann, Maximilian Forstner, Alexandra Gramer, Lorenz Liegl, Gudrun Weber, Christoph Huber, Waltraud Polz, Wolfgang Loferer, Dietrich Krebs (von links) bei der konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend den Eid ab. blum

Der neue Söchtenauer Bürgermeister Bernhard Summerer sowie elf neue Gemeinderäte wurden in der konstituierenden Sitzung vereidigt. Die Sitzung fand um 19 Uhr in der Turnhalle der Söchtenauer Grundschule statt.

Von Tina Blum

Söchtenau – „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – mit den berühmten Worten von Herrmann Hesse als Motto wurde der neue Bürgermeister der Gemeinde Söchtenau, Bernhard Summerer, am Donnerstag, 7. Mai, bei der konstituierenden Sitzung in der Turnhalle der Grundschule vereidigt. Wie es der Brauch vorgibt, nahmdas älteste Mitglied des neuen Gemeinderates, Theresia Schöberl, den Amtseid ab.

Auch elf neue Gemeinderäte traten an diesem Abend in den Dienst der Gemeinde. Das Kräfteverhältnis ist mit zwei Fraktionen ausgewogen: Die Freie Wählerschaft Söchtenau und die Wählergruppe Schwabering-Krottenmühl haben jeweils sieben Sitze.

Marco Binder ist Zweiter Bürgermeister

Zum Zweiten Bürgermeister wählte das Gremium mit überwältigender Mehrheit Marco Binder (Freie Wählerschaft Söchtenau). Ebenfalls zur Wahl gestellt hatten sich Johannes Ottinger (Wählergruppe Schwabering-Krottenmühl) sowie Christian Obinger, (Freie Wählerschaft Söchtenau), die jeweils eine Stimme erhielten. Binder nahm die Wahl an und dankte den Gemeinderäten für das Vertrauen.

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Kein Dritter Bürgermeister gewünscht

Einen Dritten Bürgermeister hat die Gemeinde nicht. „Wir sind die vergangenen zwölf Jahre als Duo unterwegs gewesen, und das hat ausgereicht“, sagte Summerer. Er stellte den Vorschlag, dies künftig auch so beizubehalten, zur Debatte. Christoph Obinger und Josef Eckl, zwei aus dem alten Gremium verbliebene Gemeinderäte, stimmten Summerer zu. Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, dass es lediglich einen Stellvertreter (ohne offizielle Bezeichnung) für Notfälle geben sollte: Gertraud Polz setzte sich dabei gegen Josef Ottinger durch.

Weniger Bürokratie: Nur Rechnungsprüfungsausschuss gewählt

Auch bei der Bildung der Ausschüsse hält die Gemeinde den „bürokratischen Aufwand“ gering. „Der Rechnungsprüfungsausschuss ist Pflicht. Ansonsten hatten wir bislang keine weiteren Ausschüsse. Das ist nur ein Haufen zusätzliche Verwaltungsarbeit“, sagte Summerer und stellte die Möglichkeit der Bildung eines Bauausschusses zur Debatte. Die Räte stimmten einstimmig dafür, es lediglich beim Rechnungsprüfungsausschuss zu belassen.

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Alexandra Gramer ist Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses

Diesen bestellen jeweils zwei Mitglieder der Gemeinderatsfraktionen: Für die Freie Wählerschaft Söchtenau übernehmen künftig Marco Binder sowie Gertraud Polz und für die Wählergruppe Schwabering-Krottenmühl Alexandra Gramer und Johannes Ottinger den Job. Zur Vorsitzenden des Ausschusses wurde Alexandra Gramer gewählt. Zuvor hatte Binder eingewandt, dass die Entlastung des Haushalts mit ihm als Zweiten Bürgermeister einen „derben Beigeschmack“ haben könnte, ließ sich aber schließlich doch überreden.

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Lorenz Liegl ist Jugendbeauftragter

Zum Gemeindevertreter zur Teilnehmergesellschaft Dorferneuerung wählten die Räte einstimmig Bürgermeister Bernhard Summerer. Er ist damit für die Projekte rund um die Dorfentwicklung verantwortlich. Zudem wurde Summerer – ebenfalls einstimmig – zum Eheschließungsstandesbeamten berufen. Vertreter der Gemeinde im Schulverband mit Bad Endorf wird Marco Binder. „Da wir in einem Schulverband mit Bad Endorf sind und dort eine Grundschule gebaut werden soll, ist es wichtig, dass wir darauf ein Auge haben“, sagte Summerer. Auch ein Jugendbeauftragter war schnell gefunden. „In den vergangenen Jahren hatte dieser bei uns in Söchtenau nicht besonders viel zu tun“, sagte Summerer. Die Jugendlichen seien wohl gut aufgehoben in den Vereinen. Dennoch sei es jederzeit möglich, in der Jugendarbeit neue Impulse zu setzten, sagte der Bürgermeister. Lorenz Liegl meldete sich für den Job. Der Gemeinderat stimmte der Aufstellung einstimmig zu.

Geschäftsordnung inhaltlich unverändert

Auch die Geschäftsordnung des Gemeinderates bleibt bis auf den Einzug von gendergerechter Sprache größtenteils gleich mit der bisher geltenden. „Es gibt ja jetzt auch Gemeinderätinnen“, sagte Summerer. Lediglich der Paragraf zum Dritten Bürgermeister, den es ja nicht gibt, wird gelöscht.

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