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Schweigen über Prinzenpaar gebrochen

Faschingsgesellschaft Rohrdorf lüftet ihr Geheimnis - der Prinz ist kein Unbekannter

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Der Jubel war groß, denn der Prinz ist den Rohrdorfern kein Unbekannter.
  • VonJohannes Thomae
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Schweigen zu können wie ein Grab – das ist nicht unbedingt die Tugend, die man einer Faschingstruppe als allererstes zuschreiben würde. Doch die Rohrdorfer Faschingsgesellschaft hat auch das im Kreuz. Ganze zwei Jahre war wegen Corona die Identität des Prinzenpaares geheim zu halten – und es gelang.

Rohrdorf – Entsprechend groß die Erwartung der Faschingsnarrischen am vergangenen Freitag. Weil aber Hofmarschall Franz Steiner durch den Abend führte, war klar, so schnell würde das Geheimnis nicht gelüftet werden. Das letzte Mal, im November 2018, hatte er die Verkündigung sogar so lange hinausgezogen, dass man ihm am Ende beinah körperliche Gewalt angedroht hätte. Als das Prinzenpaar einmarschieren sollte, war keines da.

Franz Steiner sorgte für Spannung

„Haben wir überhaupt eines?“, fragte Franz Steiner in aller Unschuld, „oder hat ihnen nur keiner gesagt, dass sie heute kommen müssen?“ Eine gefühlte Ewigkeit später war es doch so weit, Maxima Stangl und Florian Knoll durchquerten für ihren allerersten öffentlichen Auftritt den Saal und waren ab da Maxima I., Beautiful Voice of the Highest Mountain und Florian II., Rocking God of Hell Fire.

Der Jubel war groß, denn der Prinz ist den Rohrdorfern kein Unbekannter. Der 29-jährige, der im sonstigen Leben als Oberbrandmeister bei der Münchner Berufsfeuerwehr arbeitet, hat schon Erfahrung als Minister. Spannend vor allem aber die Frage nach der Prinzessin, denn in Rohrdorf gibt es keine Zwangsehen, nicht mal im Fasching: der Prinz sucht sich seine Prinzessin selbst.

Das Motto wurde bekannt gegeben

Florians Wahl fiel auf Maxima, weil er wusste, dass die überlegte, sich für diese Saison als Gardemädchen zu bewerben. Michaela, die Mutter von Maxima, war ihrerseits in Aschau Faschingsprinzessin gewesen. Das Motto der Saison lautet schlicht „We love Rock’n Roll – Festival of Rock“. In der letzten Saison gab es beim Motto extra noch den Zusatz, dass der Fasching „wuid und laud“ werden würde.

Doch Franz Steiner versprach überzeugend, „auch ohne diese Ergänzung wird er dieses Jahr ganz bestimmt nicht stad und fad“. Dafür sorgen schon vierzehn Gardemädchen und fünfzehn Minister. Alle handverlesen und damit hervorragend für ihr Amt geeignet. Dem Motto entsprechend wird es in diesem Jahr ja viel ums Tanzen gehen. Bereits seit dem Frühsommer läuft das Tanztraining, sodass es auch in diesem Fasching ganz zweifellos fetzen wird.

Die diesjährige Faschingstruppe wird in jeder nur vorstellbaren Situation ihre Frau beziehungsweise ihren Mann stehen und allen faschingsbegeisterten Rohrdorfern als echtes Vorbild in der kommenden Saison dienen können – sollten sie denn tatsächlich ein solches brauchen.

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