Livestream ab 19 Uhr

Faschingsgesellschaft Flintsbach-Fischbach bringt am 11.11. Gaudi ins Wohnzimmer

  • Barbara Forster
    vonBarbara Forster
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Corona soll die Faschingsfreude in Flintsbach nicht trüben: Die älteste Faschingshochburg im Inntal beschreitet neue Wege und überträgt ihre Auftaktveranstaltung am 11.11. um 19 Uhr im Internet. Wegen Corona wurde diese schon vorab aufgezeichnet. Aber es sollen noch weitere Überraschungen folgen.

Flintsbach/Fischbach – Die Faschingsgesellschaft Flintsbach-Fischbach hätte auch den einfachen Weg wählen können, die kommende Faschingssaison einfach absagen. Aber Widrigkeiten zu trotzen liegt den Faschingsnarren im Blut: 1949 wurden in Deutschland von den Siegermächten nur Faschingszüge in Köln, München und Flintsbach gestattet, erklärt Florian Mayer, Schriftführer der Faschinggesellschaft Flintsbach-Fischbach.

Auftaktversammlung vorab aufgezeichnet

Und auch Corona soll die Faschingsgesellschaft nicht von einer ordentlichen Gaudi abhalten: Flintsbach, die älteste Faschingshochburg Inntal, will den Fasching nun corona-konform digital abhalten. Einen Vorgeschmack gibt es heute, am 11.11. zur traditionellen Faschingsauftaktveranstaltung. Übertragen wird die Gaudi über Youtube und über die Internetseite der Faschingsgesellschaft Faschings-Flintsbach. Weitere Überraschungen sollen folgen.

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Den Fasching ganz ausfallen zu lassen, stand für die Faschingsgesellschaft Flintsbach-Fischbach nicht zur Debatte. Deshalb wurde die Auftaktversammlung noch vor dem Lockdown im Theaterhaus Flintsbach aufgezeichnet. Hofmarschall Matthias Nickl (links) und Präsident Franz Astner sprechen darin über den Ablauf der kommenden Faschingssaison.

Noch vor dem Lockdown wurde die Auftaktversammlung im Flintsbacher Theaterhaus aufgenommen. Präsident Franz Astner und Hofmarschall Matthias Nickl werden das vergangene Faschingsjahr Revue passieren lassen und zugleich den Ablauf des kommenden Jahres verkünden. „Unter dem Motto ,Fasching Bleib DahOam‘ bringt die Faschingsgesellschaft den Fasching 2021 zu den Leuten ins Wohnzimmer“, erklärt Schriftführer Mayer die Idee dahinter.

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Auch wenn man heuer nicht im großen Stil den Fasching feiern könne, sei es mithilfe der Technik möglich, zusammen mit Freunden oder der Familie auf die fünfte Jahreszeit anzustoßen. „Die ganze Zeit wird nur noch über Corona berichtet. Mit dieser Aktion wollen wir zwischendrin auch mal für Ablenkung sorgen, sodass die Leute wieder mal was zu lachen haben“, sagt Mayer.

Erstmalig gibt es kein Prinzenpaar

Wegen fehlender Einnahmen und der zu erwartenden wenigen Auftritte gebe es heuer erstmalig kein Prinzenpaar. Nichtsdestotrotz seien einige virtuelle Überraschungen geplant, verspricht Mayer. Festgelegte Termine gebe es noch nicht. „Aber es gibt für jede Situation einen Notfallplan.“ Die Faschingsgesellschaft will sich an die Corona-Regeln halten und deshalb flexibel auf aktuelle Situationen reagieren können. Falls zum Beispiel nur noch fünf Personen zusammenkommen dürfen, dann gebe es eben einen Gardetanz mit nur fünf Mädels, erklärt Mayer.

„Der Fasching gehört einfach zu Flintsbach.“ Darum ist es dem Verein auch wichtig, zumindest digital etwas auf die Beine zu stellen.

Rubriklistenbild: © Faschingsgesellschaft Flintsbach-Fischbach

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