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SPORTFISCHEREIVEREIN KIEFERSFELDEN

Fangerfolge mit Hundefutter

Die neu gewählte Vorstandschaft mit dem Zweiten Bürgermeister Christian König: Vorsitzender Stefan Sporer, sein Vertreter Hans Hanusch, Schriftführer Richard Schwaighofer und Kassier Harry Herrmann (von links). hko
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Die neu gewählte Vorstandschaft mit dem Zweiten Bürgermeister Christian König: Vorsitzender Stefan Sporer, sein Vertreter Hans Hanusch, Schriftführer Richard Schwaighofer und Kassier Harry Herrmann (von links). hko

Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des örtlichen Sportfischereivereins wechselte auch die Präsidentschaft, die Hans Hanusch 16 lange Jahre mit bestem Erfolg für Verein und Mitglieder innegehabt hatte.

Kiefersfelden – In seinem Jahresrückblick erinnerte der scheidende Vorsitzende im Blaahaus an herausragende Aktivitäten, wie das Königsfischen am Kieferer- und Hödenauersee, bei dem Edi Sperl einen 5,6 Kilo schweren Karpfen fing und sich damit die Königskrone erangelte. Bei der Jugend durfte sich Johannes Jennerwein die Königskrone aufsetzen; er überlistete dafür einen fast ein Kilo schweren Hecht.

Ein voller Erfolg war, trotz des regnerischen Wetters, das Dorffest. Was zum einen am Engagement der Vereinsmitglieder lag und zum anderen am eignes für das Fest kreierten „Fischburger“, der der absolute Verkaufsschlager war. Natürlich fand das alljährliche Fischerfest regen Zuspruch, und bei der Weihnachtsfeier wurden wieder viele tolle selbst gebastelte Geschenke verteilt. „Leider war das Hegefischen nicht der Brüller“, so Hans Hanusch weiter, „ein Hecht und drei Saiblinge waren das laue Ergebnis, sonst nix“.

Die Holzbauarbeiten an der vereinseigenen Fischerhütte sind beendet, und nach intensiven Arbeitseinsätzen stehen an der Fischzuchtanlage Wachtl nur noch kleinere Reparaturen an. Die Pachtverträge für die Seen, die vom Verein gepflegt und befischt werden, haben zumeist längerfristige Laufzeiten, und auch da sind keine unangenehmen Überraschungen zu erwarten.

Sehr erfolgreich verlief im letzten Jahr die Eigenzucht von Fischen, mit denen der komplette Kieferbach und der „Kieferer Innabschnitt“ besetzt werden konnte. Und auch heuer scheinen die Zuchtergebnisse positiv, denn Tausende von Jungfische sind bereits geschlüpft und können bald in die Gewässer ausgesetzt werden. Nicht nur dafür dankte Hanusch den Vereinsmitgliedern, denn deren „Arbeit ist für den Verein überlebenswichtig und nicht mit viel Geld zu bezahlen“.

Wegen der „Deckelung“ der Zahl der aktiven Mitgliederzahl auf 160 durch die Fischereiaufsichtsbehörde mussten auch in diesem Jahr zahlreiche Aufnahmeanträge abgelehnt werden. Allerdings wurde den Abgelehnten die passive Mitgliedschaft angeboten, wovon zumeist Gebrauch gemacht wurde.

So zeichnete der sich nunmehr ins zweite Glied zurückziehende Präsident insgesamt ein Bild eines gesunden und vielfältigen Vereins, das durch den Herrn der Zahlen, Harry Herrmann, bei seinem Rechenschaftsbericht bestätigt wurde.

Gewässerwart Bernd Rester wusste von „mehreren Zentnern Bach- und Regenbogenforellen, zumeist aus eigener Zucht, die im Inn und im Kieferbach im vergangenen Jahr ausgesetzt werden konnten. Dazu kamen Karpfen, Saiblinge, Renken und Schleien, die für 10 000 Euro gekauft und in Kieferer-, Hödenauer-, Kreuthsee und anderen Gewässern eingesetzt wurden. Die eigene Fischzucht ist sehr erfolgreich, und aktuell warten an die 80 000 Jungfische auf ihr Leben außerhalb der vereinseigenen Fischzuchtanlage. Sowohl die Qualität als auch die Quantität bei den gefangenen Fischen stieg im letzten Jahr leicht an und bestätigte die langjährige Tendenz.

Bei den Nachwuchsfischern standen vielfältige Aktivitäten auf der letztjährigen Agenda, die Jugendwart Fred Neumann präsentierte. Vor allem beim Dorffest und dem Jugend-Nachtfischen war die Stimmung bestens, für Schmunzeln bei den Mitgliedern sorgte er, als er von den Fangerfolgen der Jungfischer berichtete, die diese zum großen Teil mit Ködern aus fertigem und vor allem billigen Hundefutter erzielt hatten. In diesem Jahr steht die Teilnahme an den Ferienspielen wieder an, Anfischen, Fischerkurs mit Prüfung und weitere Aktivitäten sowie Ausflüge sind geplant.

Als Vertreter der Gemeinde dankte der Zweite Bürgermeister Christian König den Sportfischern für ihr Engagement zur Erhaltung und Verbesserung der Natur und leitete dann, nach der Entlastung des Gesamtvorstands, die Neuwahlen. In geheimer Abstimmung wurde Stefan Sporer zum neuen Vorsitzenden gewählt, als Vertreter steht ihm nunmehr Hans Hanusch zur Seite. Kassier bleibt Harry Herrmann, und Richard Schwaighofer hält die Geschicke des Vereins weiterhin auf Papier und anderen Medien fest. Neu in der Vorstandschaft ist Gewässerwart Matthias Friedrich, während Werner Pronath noch eine Wahlperiode dranhängt. Jugendleiter wurde Andreas Kotte, der Fred Neumann ablöst.

In seiner neuen Funktion als Vorsitzender nahm abschließend Stefan Sporer die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Seit 50 Jahren hält Dieter Popp dem Verein die Treue, und für ihre 25-jährige Mitgliedschaft bekamen Arno Regauer und Andreas Riedl Urkunde und Medaille.

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