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Fair Trade Town

Brannenburg will gerechten Handel

Werbefahne bei einer Konferenz der Fair-Trade-Kommunen
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Werbefahne bei einer Konferenz der Fair-Trade-Kommunen
  • VonMaria Stuffer-Chunpetch
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Die Gemeinde Brannenburg ist den ersten Schritt Richtung „Fairtrade-Town“ gegangen. In einem Gemeinderatsbeschluss fällten die Mitglieder einen Grundsatzbeschluss. Bis zum Zertifikat müssen noch einige Dinge erfüllt werden.

Brannenburg – Die Gemeinde Brannenburg beteiligt sich an der internationalen Kampagne „Fairtrade-Towns“, einer Auszeichnung, die bereits die Stadt Rosenheim und mehrere Kommunen im Landkreis tragen.

Rat stimmt mit 11:8-Mehrheit zu

Als Koordinator der Weltläden in Brannenburg und Rosenheim stellte Helmut Enzinger auf Antrag der Grünen-Fraktion das Konzept der „Fairtrade-Towns“ und den Weg zu diesem Titel vor. Mit elf zu acht Stimmen votierte das Ratsgremium in der jüngsten Sitzung dafür, den Titel „Fairtrade-Town“ anzustreben und die geforderten Kriterien zu erfüllen.

Derzeit sind bereits rund 200 Kommunen in Bayern zertifiziert und können damit wertvolle Vorbildarbeit für die Bürger leisten. Hauptziele der Kampagne sind eine lokale Stärkung des fairen und nachhaltigen Handels und die Übernahme von sozialer Verantwortung.

Laut den Vorgaben von Fairtrade Deutschland steht nach einem positiven Ratsbeschluss zum Vorhaben die Bildung einer Steuerungsgruppe mit Mitgliedern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Dabei sollen die Wege für die Erfüllung der Kriterien aufgezeigt und geebnet sowie die Schwerpunktthemen für einen fairen Handel vor Ort gesetzt werden.

Damit Brannenburg zu einer Faire-Trade Gemeinde wird, muss die Kommune noch einige Kriterien erfüllen.

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Nach der erfolgreichen Prüfung durch ein Gremium von Fairtrade Deutschland könnte Brannenburg den Titel „Fairtrade-Town“ erhalten. Neben den positiven Effekten für einen fairen Handel dürfe auch der damit verbundene Marketing-Effekt nicht unterschätzt werden, betonte Enzinger.

In der Diskussion äußerten einige Räte ihre Bedenken, dass mit einer Zustimmung zum Projekt zu sehr in den örtlichen Handel eingegriffen werde und ein Mehraufwand für die Gemeindeverwaltung entstehe.

Bewusstsein bei Händlern schaffen

Angezweifelt wurde auch, ob gerade in diesen Zeiten genügend Ehrenamtliche für die örtliche Steuerungsgruppe, mit der das Vorhaben stehe oder falle, gefunden werden können. Positiv gewertet wurde die Vorbildfunktion, mit der die Gemeinde zeige, dass sie selbst und auch jeder Bürger mit kleinen Beiträgen eine Änderung hin zu einem gerechteren Handel erreichen könne.

Durch Gespräche mit örtlichen Händlern und eine überzeugende Öffentlichkeitsarbeit ließe sich ein Bewusstsein für die Ziele der Kampagne schaffen und den fairen Handel auf kommunaler Ebene fördern, hieß es aus dem Gremium, das mit elf zu acht Stimmen grünes Licht für das Vorhaben erteilte.

Vernetzung von Akteuren aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

Fairtrade-Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Das Ergebnis ist eine Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Auf kommunaler Ebene spielt der faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle. Als Fairtrade-Town können sich Städte, Gemeinden, Landkreise und auch ganze Bundesländer bewerben. Die Teilnahme an der Fairtrade-Towns Kampagne ist kostenfrei. Für den Titel Fairtrade-Town muss eine Kommune fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln. Bei Gemeinden der Größe Brannenburgs müssen drei Geschäfte, eine Schule, eine Kirchengemeinde, ein Verein und zwei Gastronomen mitmachen.

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