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„GEMEINSAM SAMERBERGS ZUKUNFT PLANEN“

EU fördert Samerberger Ideenwerkstatt mit 18.000 Euro

Johann Kölbl (von links), Leader-Koordinator beim Amt für Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten, übergab den Förderbescheid an Bürgermeister Georg Huber. Gwendolyn Dettweiler begleitet und berät die Leader-Arbeitsgemeinschaft (LAG) bei den Förderungsanträgen für die einzelnen Projekte sowie der zweite Vorsitzende der LAG Mangfalltal-Inntal, Brannenburgs Bürgermeister Matthias Jokisch.
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Johann Kölbl (von links), Leader-Koordinator beim Amt für Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten, übergab den Förderbescheid an Bürgermeister Georg Huber. Gwendolyn Dettweiler begleitet und berät die Leader-Arbeitsgemeinschaft (LAG) bei den Förderungsanträgen für die einzelnen Projekte sowie der zweite Vorsitzende der LAG Mangfalltal-Inntal, Brannenburgs Bürgermeister Matthias Jokisch.
  • VonJohannes Thomae
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„Gemeinsam Samerbergs Zukunft planen“, so könnte man ein Vorhaben beschreiben, für das nun der Weg frei ist: Die Gemeinde erhält rund 18.000 Euro aus dem Fördertopf des europäischen Leader-Projektes.

Samerberg – Ziel ist es, so Bürgermeister Georg Huber, sich unter möglichst hoher Bürgerbeteiligung klar darüber zu werden, wie die Zukunft auf dem Samerberg aussehen soll. Solche Überlegungsphasen seien wichtige Zäsuren im Leben einer Gemeinde. Man komme hier vom bloßen Reagieren auf die vielfältigen Alltagsprobleme ins bewusste Agieren und Gestalten.

Wie so etwas konkret aussieht, das sei unlängst in der Gemeinde Stephanskirchen zu verfolgen gewesen, meinte Bürgermeister Huber, wo die Bürger über die Entwicklung eines sechs Hektar großen Neubaugebietes im Ortsteil Haidholzen mitentschieden. Dort hatte am Anfang der Entwicklung eine mehrtägige Ideenwerkstatt gestanden, auf der zunächst einmal alle Ideen und Wünsche gesammelt wurden.

Bürger sollen die Entwicklung des Ortes bestimmen

Aus dieser Sammlung wurde anschließend versucht, umsetzungsfähige Konzepte zu entwickeln. Die Bürger legten gewissermaßen selbst den Filter der Machbarkeit an die ursprüngliche Ideensammlung, wobei es nicht zuletzt um die Findung von Kompromissen ging: Wie muss die Gesamtgestaltung aussehen, damit möglichst viele der vorgebrachten Ziele verwirklicht werden, und wie müssen die Einzelwünsche modifiziert werden, damit sie sich zu einem harmonischen Ganzen fügen.

Auf dem Samerberg sei die Aufgabe noch etwas grundsätzlicher als in Haidholzen gefasst, wie Huber erläuterte: Wie soll sich der Ort entwickeln, welche Rolle dabei dem Tourismus zufallen, wie dieser gefördert werden, ohne die Gemeinde allein daraufhin auszurichten. Und schließlich: Welche Maßnahmen, etwa im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs, sind für die Umsetzung notwendig.

Stellenausschreibung des begleitenden Büros kann beginnen

So eine Ideenwerkstatt ist nur mit professioneller Begleitung durchzuführen. Die Finanzierung einer solchen Unterstützung ist auf dem Samerberg mithilfe der Leader-Förderung möglich: Von den hochgerechneten Kosten in Höhe von rund 45.000 Euro kommen gut 18.000 aus dem europäischen Förderungstopf. Die Ausschreibung für das begleitende Büro kann nun beginnen.

Man hofft in der Gemeinde, diese bis zum September abgeschlossen zu haben und im Herbst mit dem eigentlichen Prozess starten zu können. Voraussetzung dafür, so Bürgermeister Huber ist, dass dann öffentliche Versammlungen möglich sein werden. Eine Ideenwerkstatt ist für ihn nur sinnvoll, wenn sich die Beteiligten tatsächlich treffen und unmittelbar austauschen können. Im schlimmsten Fall müsste der Start verschoben werden.

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Auch dem stellvertretenden Leiter der Leader-Arbeitsgemeinschaft Mangfalltal-Inntal, Brannenburgs Bürgermeister Matthias Jokisch, ist die unmittelbare Bürgerbeteiligung wichtig. Er betonte, dass bei einer Zukunftsplanung viele Wünsche möglich, aber nie alle zu erfüllen seien. Hier sei es wichtig, dass die Bürger dank ihrer unmittelbaren Beteiligung selbst erlebten, warum Kompromisse nötig seien, dabei aber auch an ihrem Entstehen mitwirken könnten.

Johann Kölbl, Leader-Koordinator aus dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, der den Förderungsbescheid übergab, wies ebenfalls darauf hin, wie wichtig es sei, dass sich möglichst viele Samerberger an dem Projekt beteiligten. Die Ideenwerkstatt könne nicht mehr als der zündende Funke einer Entwicklung sein. Am Laufen gehalten werde die Entwicklung durch das Engagement der Bürger, ihrer Vereine und aller ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter.

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