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Schiffleut-Bruderschaft Neubeuern feiert Plättenfest

Etikett des eigens abgefüllten Biers zeigt die Entstehungsgeschichte der Brauerei

Für die Organisation des Jubiläums zum 400-jährigen Bestehens bedankte sich Bürgermeister Christoph Schneider (rechts) bei den Vorsitzenden Juliane Tiefenmooser und Georg Wachinger.
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Für die Organisation des Jubiläums zum 400-jährigen Bestehens bedankte sich Bürgermeister Christoph Schneider (rechts) bei den Vorsitzenden Juliane Tiefenmooser und Georg Wachinger.

An der historischen Plätte in Altenmarkt versammelten sich zuletzt die Schiffleut für ihr 400. Jubiläum. Pfarrer Godfrey Bamuganyire zelebrierte den Festgottesdienst.

Neubeuern – „Weit gereist auf der nassen Straß sind früher die Schifflsleut, haben viel gesehen und es war ungewiss, ob sie wieder nach Hause kommen würden. Vieles an Erfahrung, an Neuem brachten sie von ihren Reisen mit und erzählten davon Dahoam“, so schildert die Vereinsvorsitzende Juliane Tiefenmooser das Leben im Fluss und schlägt die Brücke zur Heimat. „‚Dahoam‘ verbindet jeder Mensch mit etwas anderem. Mit den Menschen, die mit einem dort leben, mit einem Ort, mit Musik, Gerüchen, der Natur, der Architektur und mit Gefühlen. Und die Heimat verändert sich, ist im Fluss, so wie der Inn sich früher gewandelt hat – nur heute etwas schneller als damals“.

Bürgermeister Christoph Schneider griff die Unsicherheit der Schiffest von damals auf und übertrug das Thema in das aktuelle Leben. „Die Schiffleut dienen uns als gutes Vorbild in einer Zeit, die unseren Wohlstand bedroht und uns wirtschaftlich und sozial zu zwischenmenschlichen Zusammenhalt ermahnt“.

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Als gedenkwürdigen Veranstaltungsort betonte Vereinskassier Georg Wachinger die Stelle, an der Johann Auer eine Gaststätte betrieb und Getreide auf dem Inn transportierte. „Sein Sohn Johann Evangelist Auer junior übernahm als 30-jähriger 1871 den elterlichen Betrieb und handelte mit Bruchsteinen vom Steinbruch Haschlberg, als die Eisenbahn dem Getreidetransport auf dem Inn ein abruptes Ende setzte. Durch sein unternehmerisches Feingefühl gelang es ihm, am Güterbahnhof in Rosenheim ein Grundstück zu erwerben und dort 1887 die modernste Brauerei des Landes zu errichten. Zum Jubiläum der Schiffleut-Bruderschaft legte die Brauerei einen neuen Sud auf, füllte diesen in Flaschen ab und nannte es das ‚Schiffleutbier‘, das die Entstehungsgeschichte der Brauerei auf dem Etikett trägt und heute serviert wird“, erklärte Wachinger.

Zum Prosten spielte die Musikgruppe Fünferlei, beginnend mit dem Lied „An der Innbruck“, komponiert von dem Einheimischen Rupert Nagl.

/JF

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