Aktion von Lieselotte Offergeld

Es blinkt in allen Farben: Weihnachtshaus in Reisach ist wie eine Reise nach Amerika

Lichtermeer an der Urfahrnstraße 12 im Oberaudorfer Ortsteil Reichsach: Hinter der Aktion steckt Lieselotte Offergeld, viele Monate im Jahr in Amerika lebt.
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Lichtermeer an der Urfahrnstraße 12 im Oberaudorfer Ortsteil Reichsach: Hinter der Aktion steckt Lieselotte Offergeld, viele Monate im Jahr in Amerika lebt.
  • vonRoland Schmidt
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Weihnachtsbeleuchtung bringt nicht nur Licht in die dunkle Jahreszeit, sie bringt auch viele Augen von Groß und Klein zum Leuchten. Unter Fans ist ein Besuch an der Adresse Urfahrnstraße 12 im Oberaudorfer Ortsteil Reisach seit Langem Pflicht.

Oberaudorf – Denn steht man vor dem erleuchteten Haus, fühlt es sich an wie eine kleine Reise nach Amerika.

Seit 18 Jahren wird aufwendig dekotiert

Der Weihnachtsmann fliegt mit seinem Schlitten über dem Balkon des ersten Stocks, ein vier Meter hoher Schneemann winkt den Kindern, kleine Zwerge rutschen einen aufgeblasenen Schneeberg herab und, und, und. Hinter der Weihnachtsaktion steht Lieselotte Offergeld. Sie lebt nicht nur in Reisach, sondern viele Monate im Jahr auch in Amerika.

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Vor 18 Jahren mit der Dekoration begonnen

Daher stammt auch die ganze Dekoration. „Vor 18 Jahren habe ich damit begonnen, Teil für Teil aus Amerika mitzubringen“, erklärt sie. Seit vier Jahren kämen aber nichts mehr hinzu: „Kein Platz mehr.“

Damit alles zur Beginn der Adventszeit steht, beginnen die Aufbauarbeiten bereits Mitte November.

Viele Schaulustige kommen vorbei

Ein solches Lichtereignis spricht sich herum und lockt auch oder gerade zu Corona-Zeiten viele Schaulustige an. So zum Beispiel die kleine Anni, begleitet von ihren Eltern und dem Hund. Die Vierjährige macht große Augen und bringt es auf den Punkt: „Schön!“ Auch ein Auto parkt vor dem Haus und die Insassen betrachten fasziniert das Spektakel. Darin sitzt Michael Herker aus Kiefersfelden, der das Werk bewundert: „Wer macht sich nur so viel Arbeit“, sagt er und schüttelt den Kopf. Auch seine Begleitung freut sich über das Lichtermeer.: „Wir freuen uns jedes Jahr auf die Fahrt hierher, wenn das Ganze auch sehr amerikanisch aussieht.“

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Beleuchtung bis 6. Januar zu sehen

Lieselotte Offergelds Antrieb für den Aufwand sind die leuchtenden Kinderaugen: „Das ist den Einsatz wert.“ In Amerika, so die Reisacherin weiter, sei eine solche Beleuchtungspracht nichts Außergewöhnliches. Um so mehr freue sie sich über die vielen Menschen, die jedes Jahr von Ende November bis zum 6. Januar staunend vor dem Haus stehen. „Mehrere Jahre kam sogar ein Reisebus aus Nürnberg vorbei“, berichtet sie.

Wo das Auge hinsieht, tummeln sich Schneemänner, Rentiere, Weihnachtsmann und Co.

500 Euro Stromkosten – trotz LED-Technik

Für handwerkliche Arbeiten ist Hausmeister Karl Brenner zuständig. Er beginnt mit dem Aufbau jedes Jahr Mitte November. Zwei Wochen lang, jeden Nachmittag beschäftige ihn die Installation. „Dabei muss ich alle amerikanischen Leuchtartikel von 110 auf unsere 220 Volt transformieren“, erklärt er. Die Stromkosten seien dank LED-Ausstattung in den vergangenen Jahren erheblich gesunken, betragen aber immer noch rund 500 Euro.

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„Post an das Christkind“

Eine weitere Belohnung für den Aufwand seien laut Liselotte Offergeld die netten Karten, die Kinder und Erwachsene in den Briefkasten mit der Aufschrift „Post an das Christkind“ einwerfen.

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