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Erzählcafé für Senioren

Einen spannenden Nachmittag erlebten die Gäste und Senioren im Katharinenheim in Bad Endorf beim ersten Erzählcafé. Foto amf
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Einen spannenden Nachmittag erlebten die Gäste und Senioren im Katharinenheim in Bad Endorf beim ersten Erzählcafé. Foto amf

Ein großer Erfolg war das erste Erzählcafé im Katharinenheim in Bad Endorf. Im gut besetzten Café Nähstüberl war Josef Würfl zu Gast und er erzählte nicht nur aus seinem Leben als Förster, sondern auch, wie er zu diesem Berufsfeld kam.

Bad Endorf - "Geschichten aus dem Wald" war das Thema des Erzählnachmittags und die Zuhörer lauschten den Erzählungen des Bad Endorfers mit großer Spannung. Anschaulich mit Musik und Gedichten untermalt, spann Würfl einen Lebensbogen, der nicht an Anekdoten mangelte. So etwa der rote VW-Käfer, mit dem er 14 Umzüge meisterte und die Schwester in letzter Sekunde in die Klinik zur Entbindung brachte; oder die meterlange Blindschleiche, die in ein Mausloch kroch und darin restlos verschwand: ein Naturerlebnis, das dem damaligen Grundschüler bis heute die Faszination der Natur vor Augen führt. Jahre später seien die Blindschleichen durch die Motorisierung in der Landwirtschaft verschwunden, doch heute gibt es sie wieder - genau auf dieser Wiese konnte er sie beobachten, so Würfl in seiner Erzählung.

Der Förster ist heute in der Walderlebnispädagogik tätig, Kindern und Jugendlichen vermittelt er dabei seine Liebe zur Natur und zum Wald. Das Erzählen über sein "Försterleben" für Senioren war für ihn neu: "Ich habe in der Vorbereitung vieles Revue passieren lassen, der Termin des Erzählcafés bot den Anlass dazu, und eine solche Reflexion tut gut", so Würfl, der mit Akkordeon und Flötenspiel seine Musikalität mit einbrachte.

Auch zwei Bewohner des Katharinenheims, Helmuth Stahl und Andrea Edenharder, trugen selbst verfasste Geschichten vor. Im Rahmen der "Erzähl- und Schreibwerkstatt", einem wöchentlichen Gruppenangebot im Katharinenheim, hatten sie ihre Walderinnerungen zu Papier gebracht, nun lasen sie diese vor.

"Ein Erzählcafé gibt eine Möglichkeit zum Kennenlernen von Lebenserfahrungen anderer", so Maria Anna Willer, die Organisatorin der neuen Veranstaltungsreihe., die auch im Aschauer Seniorenheim Priental neu ins Leben gerufen wurde. "Es ist kein Wissensvortrag, sondern ein Erzählen aus dem eigenen Leben zu einem bestimmten Thema, und das spricht nicht nur den Zuhörer an, sonder regt auch zum Austausch untereinander an."

Erstmals seien Erzählcafés vor rund 30 Jahren in den Großstädten Berlin, München und Frankfurt, wo sie inzwischen eine gewisse Tradition haben, entstanden. Im Chiemgau sei diese Veranstaltungsform neu, so Willer. Das Besondere daran ist, dass bei einem Erzählcafé Gruppen verschiedenen Alters oder sozialer Schichten miteinander ins Gespräch kommen und die Zuhörer gleichermaßen Erzählungen beitragen können.

Dem Leiter des Katharinenheims, Thomas Gögerl, liegt der Generationenaustausch besonders am Herzen. Ein Erzählcafé bietet dazu einen guten Rahmen, so Gögerl, denn das Angebot ist nicht nur für die Bewohner der Senioreneinrichtung, sondern für Alt und Jung.

Besucher aus Bad Endorf und Umgebung sind zu der monatlich stattfindenden Veranstaltung willkommen. Das nächste Erzählcafé findet am Samstag, 27. Februar, um 14 Uhr im Café Nähstüberl des Katharinenheims zum Thema "Frauenleben auf dem Land im 20. Jahrhundert" statt. Zu Gast ist Rosemarie Burger-Knapp, sie erzählt über das Leben ihrer Großmutter, das sie in dem Buch "Bäuerin, Magd, Sennerin und 13 Kinder" festgehalten hat.

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