Gemeinderat nimmt Tekturplanung ohne Einwand zur Kenntnis

Erweiterung zu groß

Rohrdorf - Die Ausgleichsflächen am Rande der Lauterbacher Filze, welche die Autobahndirektion Südbayern ursprünglich beim Ausbau der Raststätte Samerberg-Nord angepeilt hatte, sind vom Tisch. So sieht es jedenfalls die geänderte Tekturplanung der Autobahndirektion vor, die den Rohrdorfer Gemeinderäten jetzt zur Stellungnahme vorlag.

Stattdessen, erklärte Bürgermeister Christian Praxl, seien nun entsprechende Flächen in der Willinger Filze vorgesehen, die sich bereits im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland befänden.

Bereits bei einem Infoabend im Sommer 2012 war das damalige Ausgleichsflächenkonzept bei den betroffenen Grundstückseigentümern auf Ablehnung gestoßen. Für einige, so lautete eines der Argumente, sei dies der einzige Waldbesitz und zugleich Brennstofflieferant für die heimische Holzheizung.

Die Änderung der Tekturplanung, also die neuen Ausgleichsflächen in der Willinger Filze, nahm der Gemeinderat ohne Einwände zur Kenntnis. Zugleich aber verwies das Gremium in seinem einstimmigen Beschluss ausdrücklich darauf, dass die Stellungnahme der Gemeinde vom Februar 2013 zu dem Bauprojekt in vollem Umfang aufrechterhalten bleibt. Darin beurteilt Rohrdorf die geplante Erweiterung der Rastanlage als grundsätzlich zu groß dimensioniert und fordert, das Vorhaben um 50 Prozent zu reduzieren. Auch will der Gemeinderat bei der Berechnung der Regenrückhalteeinrichtungen in jedem Fall den Maßstab eines HQ 100, eines hundertjährlichen Hochwassers, angelegt wissen (wir berichteten).

Der Vorschlag von Rupert Stocker (Bürgerblock), diese Bedenken auch in der aktuellen Stellungnahme zur Tektur nochmals explizit aufzuführen, wurde unterdessen lediglich von seinen Fraktionskollegen unterstützt. pil

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