Erstes Aufatmen für Wirtsleute der Breitenberghütte: Die Gäste kommen wieder

Die Breitenberghütte in Brannenburg hat seit 18. Mai wieder geöffnet. Seit Montag, 25. Mai, herrscht auch wieder Innenbetrieb. Die Wirte Conny Fellner und Norbert Heizer sind erleichtert, dass es nun wieder weitergeht. RE
  • vonBarbara Forster
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Die Breitenberghütte hat seit 18. Mai wieder geöffnet. Anfangs wurde nur im Biergarten bewirtet, seit Montag, 25. Mai, auch wieder in der Hütte. Die Wirtsleute Conny Fellner und Norbert Heizer hoffen auf reichlich Zulauf, denn Corona hat einen hohen finanziellen Schaden hinterlassen.

Brannenburg – Existenzängste? Ja, die haben Conny Fellner und Norbert Heizer. Seit einem Jahr sind sie Pächter der Breitenberghütte, die 2018/2019 aufgrund der Brandschutzauflagen saniert worden ist. Der Betrieb sei gut angelaufen, berichtet Conny Fellner. Durch die Sanierung konnten auch wieder Gäste übernachten. Aber dann kam Corona dazwischen. Und sie mussten für zwei Monate schließen. Seit knapp einer Woche sei die Breitenberghütte wieder geöffnet. Anfangs wurde nur im Biergarten bewirtet, seit Montag, 25. Mai, auch wieder in der Hütte.

Aktuell verzichten die Wirte auf Ruhetag

„Die Gäste kommen noch bisschen zaghaft, aber sie kommen“, lautet Fellners Fazit. Die Wirtin sei froh, dass das Wetter vergangene Woche so gut mitgespielt hat und die Leute draußen sitzen konnten: „Der liebe Gott war auf unserer Seite.“ Geöffnet sei von Montag bis Sonntag (jeweils ab zehn Uhr, außer am Montag ab zwölf Uhr).

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Aktuell verzichten die Wirtsleute auf einen Ruhetag, um mehr Umsatz zu machen. Die Corona-Krise hat die Pächter in eine finanzielle Krise gestürzt: „Gerade am Anfang hat man ja sowieso nicht so viele Rücklagen“, klagt Fellner. Dass gerade mal nach einem Jahr Betrieb eine Pandemie ausbricht, konnte niemand hervorsehen. Mittlerweile habe Conny Fellner Soforthilfe beantragt. Eine Antwort würde bislang aber noch ausstehen.

Eigentümer der Breitenberghütte ist die Ortsgruppe Rosenheim. Vorsitzender Albin Stieber fühlt mit den Wirtsleuten mit: Gerade erst hätten sie damit angefangen, die Berghütte zu bewirten, und dann kommt Corona: „Das tut schon weh“, sagt er. Deshalb versucht die Ortsgruppe, die Wirtsleute so gut es geht, zu unterstützen. Hüttenwart Albrecht Bormann habe den Pächtern bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen unter die Arme gegriffen: Am Eingangsbereich gebe es eine Hygiene-Station mit ausreichend Desinfektionsmittel und Papiertüchern, berichtet Bormann. Schilder mit Hygienevorschriften seien angebracht und auch die Tische wurden so angeordnet, dass der Sicherheitsabstand von 1.50 Meter eingehalten wird.

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Die Schließung während der vergangenen Wochen nutzten Heizer und Fellner auch, um den Garten auf Vordermann zu bringen: Ein Steingarten wurde angelegt sowie Blumen und Kräuter gepflanzt. Den Gästen gefällt es, sagt Fellner, die sich über dieses positive Feedback freut. Für die Besuche habe sie extra ein Gästebuch besorgt, um die Namen und Telefonnummern der Besucher zu notieren.

Übernachtungen ab dem 30. Mai möglich

Ab Samstag, 30. Mai, dürfen sie auch wieder Übernachtungsgäste beherbergen. Viele Anfragen gebe es bislang noch nicht, sagt Fellner. Doch sie glaubt, dass sich das nach Pfingsten ändern werde.

Corona habe einigen Schaden hinterlassen: „Viele Geburtstagsfeiern mussten storniert werden“, sagt die Wirtin. Deshalb hofft sie auf viele Besucher in nächster Zeit.

Kulinarisch sei man dafür gewappnet: „Wir verwöhnen unsere Gäste“, sagt Fellner. Von frischgebackenen Kuchen bis hin zu deftigen Mahlzeiten. Die Pächter seien jedenfalls „mehr als froh“, dass es nun wieder weitergehen kann.

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