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VON EINKAUFSHILFE- BIS ZUM FAHRDIENST

Erste Mitgliederversammlung der Bürgerhilfe Vogtareuth

Andrea Gartner, Beirätin im Vorstand der Bürgerhilfe, erklärt die SOS-Dosen, die Leben retten können.
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Andrea Gartner, Beirätin im Vorstand der Bürgerhilfe, erklärt die SOS-Dosen, die Leben retten können.

Die Bürgerhilfe in Vogatreuth hat sich seit seiner Gründung in vielen Bereichen des Alltags engagiert. Wo genau stellte Thomas Gögerl, der erste Vorsitzende, in der Mitgliederversammlung vor. Es ist, aufgrund der Corona-Pandemie, die Erste.

Vogtareuth – Einkaufs- und Fahrdienste sowie Masken nähen zu Beginn der Corona-Pandemie – die Bürgerhilfe Vogatreuth hat seit ihrer Gründung im Oktober 2019 einiges geleistet. In der ersten Mitgliederversammlung am 23. Juli 2021 präsentierte erster Vorsitzender Thomas Gögerl die bisherigen Errungenschaften des Vereins.

Nach der Begrüßung durch Gögerl fand Bürgermeister Leitmannstetter lobende Worte. Er nannte es „einen Glücksfall“ für jede Gemeinde, wenn sich Bürger in dieser Form zusammenfinden, um Mitbürgern zu helfen, und er sprach allen Beteiligten seinen Dank aus.

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Im Anschluss gedachten die Anwesenden zwei verstorbener Mitglieder – Anna Ertl und Johann Wiggershaus – in einer Schweigeminute.

Viele bürokratische Hürden

Der Vorsitzende fasste in seinem Tätigkeitsbericht für die Zeit von der Gründung des Vereins im Oktober 2019 bis Juli 2021 alle Aktivitäten zusammen, die durchgeführt wurden. Da waren zunächst all die Formalia, die mit der Gründung eines Vereins einhergehen: die abschließende Festsetzung einer Satzung unter notarieller Aufsicht, das Abschließen von Versicherungen, die Organisation der Abläufe, die Diskussion der Abgrenzung der freiwilligen Hilfeleistung von professioneller.

Mit diesen bürokratischen und theoretischen Dingen befassten sich zahlreiche Vorstandssitzungen, bis es dann im März 2020 plötzlich in die Praxis der Hilfeleistung ging – durch Corona. Nun wurden Einkaufshilfen organisiert und Masken gefertigt und verteilt.

Der Fahrdienst wird gut angenommen

Ein weiteres Angebot ist der Fahrdienst. Er wird immer wieder angenommen, denn er ist sehr komfortabel – Abholen an der Haustüre – und mit einer Pauschale von 0,25 Euro pro Kilometer auch sehr günstig.

Das Angebot der Bürgerhilfe wird auch nach dem Lockdown mehr und mehr bekannt und genutzt, wobei es das Bestreben des Vereins ist, den Mut zur Annahme von Hilfe zu fördern. Unter anderem mit Aktionen wie Einladungen zum Erlernen des Umgangs mit dem Handy.

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Gögerl bedankte sich für den Einsatz der Helfer, dem Team im Vorstand, den Koordinatorinnen und Spendern.

Finanziell geht es dem Verein mit seinen 75 Mitgliedern dank Spenden und Zuschüssen, zum Beispiel durch das Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales beziehungsweise der Gemeinde und der Weiterleitung der Zuschüsse für die Coronahilfe durch den Landkreis gut.

Werbung für SOS-Notfalldose

Der Vorstand hatte sich in der letzten Sitzung entschlossen, die Idee der schon öfter in den Medien beworbenen SOS-Notfalldosen zu fördern. Deshalb erläuterte Andrea Gartner die Funktion dieser Dosen. Alle Patienteninformationen werden in dieser Dose im Kühlschrank aufbewahrt. Das hilft dem Rettungsdienst während einem Einsatz. Der Verein hält für Mitglieder und Helfer solche Dosen bereit, an die Anwesenden wurden bereits welche ausgeteilt.

Unter dem TOP „Verschiedenes, Wünsche und Anregungen“ stellte zunächst Sigi Grothe die Möglichkeit eines Erste-Hilfe-Kurses durch die Johanniter vor. Es gebe themen- oder adressatenbezogene Kurse, zum Beispiel. Erste-Hilfe im Haushalt, die für alle Bürgerinnen und Bürger hilfreich wären.

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Bürgermeister Leitmannstetter trug die Idee vor, dass das Kennenlernen gemeindlicher Themen im Rahmen von Vorträgen, Begehungen oder Rundfahrten vom Verein angeboten werden könnten, zum Beispiel das Thema „Wasserversorgung für Vogtareuth“. Wo und wie kommt es her und wo geht es hin, könnten Fragen sein, die geklärt werden könnten.

Ein Netzwerk aus Hilfeleistungen

Pfarrer Seidenberger bedankte sich für die Einladung zur Versammlung, zumal ihm die Ziele des Vereins ein Bedürfnis seien. Er bezeichnete die Aktivitäten des Vereins als „gelebte Nächstenliebe“. Ein Netzwerk von Hilfeleistungen könne er sich vorstellen: Er erkenne durch seine Kontakte in der Kirchengemeinde die Notwendigkeit von Hilfe. Der Verein könnte dann – zum Beispiel durch Fahrdienste – Gemeindemitgliedern dazu verhelfen, am kirchlichen Leben teilzunehmen.

Gögerl bedankte sich für das Kommen zur ersten Mitgliederversammlung und entließ die Anwesenden mit der Hoffnung, dass mit der Unterstützung aller der begonnene Weg gut fortgesetzt werde. (re)

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