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Die Kasse stimmt

Erfreuliche Jahresrechnung 2021 in Söchtenau: zusätzliche 1,3 Millionen Euro für Investitionen

Sehr starke Finanzkraft der Gemeinde: Keine neuen Schulden in 2021 und erfreuliche Steigerungen bei Gewerbesteuer- und Einkommensteuereinnahmen lassen Kämmerer Sebastian Schreider unter anderem dieses Fazit ziehen. Doch eine sorgfältige Planung mit Blick auf die Weltwirtschaft ist sinnvoll.

Söchtenau – Äußerst erfreuliche Zahlen nannte Kämmerer Sebastian Schreider den Gemeinderäten bei der Bekanntgabe der Jahresrechnung für das Jahr 2021.

Die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes schließen mit 5.975.830 Euro und die Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes mit 4.587.275 Euro. Das Gesamtvolumen des Haushaltes liegt mit 10,563 Millionen etwa 500.000 Euro niedriger als das Ergebnis des Jahres 2020.

32 Prozent Plus bei Gewerbesteuer

Wichtigste Einnahmequellen im Verwaltungshaushalt sind Gewerbesteuer und Einkommenssteuerbeteiligung. Die von der Ertragslage der Betriebe abhängige Gewerbesteuer stieg im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent und betrug etwa 1,2 Millionen. Die Einkommenssteuerbeteiligung als verlässlichste Einnahmequelle der Kommunen betrug 1,6 Millionen, womit etwa 27 Prozent des Verwaltungshaushaltes finanziert wurden. Als dritte wichtigste Einnahmequelle schlug die Schlüsselzuweisung mit etwa 600.000 Euro zu Buche.

Größte Ausgabeposten des Verwaltungshaushaltes sind Personalausgaben von etwa 1,5 Millionen sowie die Kreisumlage mit 1,35 Millionen Euro.

Zusätzlich wurden aus dem Verwaltungshaushalt dem Vermögenshaushalt 1,3 Millionen zugeführt. Diese Summe ist die Grundlage für zukünftige Investitionsmöglichkeiten der Gemeinde.

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Neben dieser Zuführung sind die wichtigsten Einnahmequellen des Vermögenshaushaltes Grundstücksverkäufe im Gewerbegebiet Schwabering mit etwa 480.000 Euro und die Investitionspauschale in Höhe von 126.500 Euro.

Bei den Ausgaben schlugen am meisten die bisherigen Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses Schwabering mit 938.000 Euro sowie das Neubaugebiet Lampersberg mit 257.000 Euro zu Buche. Für Kredittilgungen wurden 154.000 Euro aufgewendet, neue Schulden wurden in 2021 nicht aufgebaut. Zum Jahresende 2021 lag der gemeindliche Schuldenstand bei etwa 1,5 Millionen, woraus sich eine pro Kopf Verschuldung von 581,25 Euro errechnet.

Bei Schulden unter Landesdurchschnitt

Damit liegt die Gemeinde Söchtenau etwa 50 Euro unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden.

In seinem Fazit bezeichnete Schreider die Finanzkraft der Gemeinde als sehr stark, wies aber trotzdem auf eine sorgfältige Planung der Investitionstätigkeit hin. Aufgrund der weltweiten Inflation, drohender Rezessionen und der Ukrainekrise seien Steuerausfälle möglich und wahrscheinlich. Deshalb solle eine maßvolle Schaffung zusätzlicher Einnahmequellen wie beispielsweise Zweitwohnungssteuer und Gebührenerhöhungen stets im Auge behalten werden.

/MN

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