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Erdbeerzeit im Inntal

Alles zum Thema Erdbeeren: Die Experten Konrad und Vroni Niederthanner geben Tipps

Seit 20 Jahren Fans der Erdbeere: Konrad und Vroni Niederthanner.
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Seit 20 Jahren Fans der Erdbeere: Konrad und Vroni Niederthanner.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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Konrad und Vroni Niederthanner lieben den Geschmack des heimischen Obstes, seit 20 Jahren bauen sie in Pang und Nußdorf Erdbeeren an. Ihre Tipps zum richtigen Pflücken und Lagern.

Nußdorf – Hagel, Kälte, Regen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe Konrad Niederthanner schon jede Witterung durchlebt. Als Erdbeerbauer ist es seine Aufgabe, die zarten Pflänzchen so gut es geht zu schützen. Vor Unkraut, Schädlingen und Unwetter. Manchmal gelingt das – und manchmal auch nicht.

In diesem Jahr sei der Erntebeginn (Mitte Juni) etwas verzögert, sagt der Landwirt. „Das liegt daran, dass der Mai so kalt war.“ Aber trotz Hagel, der vor einigen Wochen die Region beherrschte, sei er mit der Ernte zufrieden: „In Pang hat es zweimal gehagelt. Die Pflanzen waren geschädigt, aber einige haben sich wieder erholt.“

Frost und Hagel sind Feinde der Erdbeere

Es sei „wie ein Wunder“ gewesen, dass die Saison fortgesetzt werden konnte. Auch wenn nur die Hälfte der Pflanzen überlebt hätte. „Denn Frost und Hagel sind Feinde der Erdbeeren.“ Circa eine Woche lang sei das Pflücken in Pang noch möglich. Dann sei dort die Ernte vorüber.

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Aber für Erdbeerfreunde hat der Landwirt eine gute Nachricht: Ab dem Wochenende beginnt in Nußdorf die dreiwöchige Ernte der Sorte „Malwina“ – die späteste unter den Erdbeeren. „Und die ist geschmacklich richtig gut“, findet der Nußdorfer, „wenn es nicht wieder hagelt, haben wir noch etwa drei Wochen Erdbeeren.“

Was den Zulauf betreffe, könne Niederthanner nicht klagen: Die Leute würden kommen. Trotz des heißen Wetters in den vergangenen Tagen. „Wir haben viele Stammkunden.“

Leckere Frucht mit viel Vitamin C

Auch er sei ein Fan der Erdbeere: „Das ist eine ästhetische Frucht mit reichlich Vitamin C.“ Jeden Tag würden er und seine Frau rund ein Kilo für sich selbst brocken und mit Sahne oder Vanille-Eis garniert verspeisen. „Die gehören gleich verarbeitet, wenn man die frisch pflückt. Am selben Tag noch“, rät der Experte. Denn abgebrockte Erdbeeren würden noch nachreifen.

Wer zum Selbstpflücken ausrückt, sollte die süßen Früchtchen immer nur am Stil, zusammen mit den Kelchblättern, abreißen.

So erhält man den Geschmack

Ansonsten ginge der Geschmack „ganz schnell“ verloren. Außerdem empfiehlt Niederthanner zum Pflücken einen flachen Korb. „Die Erdbeeren sollte man nicht hochlagern, sonst bekommen sie schnell Druckstellen.

Was Viele nicht wüssten: Die Erdbeere mag es eigentlich kühl. „Durchwachsenes Wetter“ mit 20 bis 25 Grad sei für die Erdbeere optimal. Aber bei Regen will keiner pflücken: Aus Erfahrung wisse der Landwirt, dass die Leute vorwiegend bei Sonnenschein aufs Feld fahren. Dabei führe übermäßige Hitze zu „Matsch-Erdbeeren“. Damit die Leute auch bei Regen aufs Feld marschieren können, sei extra viel Stroh ausgelagert.

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Die insgesamt sechs Hektar Felder benötigen das ganze Jahr über Pflege, betont der Landwirt. Nach der Ernte, Ende August, werden die Felder abgemulcht, schildert Vroni Niederthanner. Die Pflänzchen bleiben zwei- bis dreijährig auf dem Feld bestehen.

Die rote Frucht fördert auch die Gesundheit

Auch Susanne Summerer, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, schwört auf die Erdbeere. Denn sie besitze neben ihrem guten Geschmack auch einen hohen gesundheitlichen Wert. „Sie wird bei Kreislaufstörungen und Herzkrankheiten empfohlen, weil sie blutbildend, blutreinigend und verdauungsanregend ist.“ Erdbeer-Liebhaber können laut Summerer auch ganz leicht selbst ihre Setzlinge pflanzen: Diese können in Beeten, Hochbeeten, Balkonkästen, Ampeln oder Töpfe gesetzt werden.

Hauptsache, es kämen keine Schnecken hin, betont die Expertin. Lockere und humusreiche Böden seien ideal für Erdbeeren. Staunasse Böden dagegen seien ungeeignet, weil dann vermehrt Wurzelkrankheiten auftreten könnten.

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