GEMEINSAMES PROJEKT DER GEMEINDE SCHNAITSEE UND VERWALTUNGSGEMEINDE OBING

Entwicklungskonzept für Chiemgau Nord

Anhandder großen Karte von Schnaitsee erläuterte Vanessa Dörges (von links) Möglichkeiten für die Dorfentwicklung. Interessiert verfolgen Brigitte Waldmann, Bürgermeister Thomas Schmidinger sowie die Planer Christoph Pflaum und Jacob Sailer die Erklärungen. ju
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Anhandder großen Karte von Schnaitsee erläuterte Vanessa Dörges (von links) Möglichkeiten für die Dorfentwicklung. Interessiert verfolgen Brigitte Waldmann, Bürgermeister Thomas Schmidinger sowie die Planer Christoph Pflaum und Jacob Sailer die Erklärungen. ju

Die Gemeinde Schnaitsee und die Verwaltungsgemeinde Obing haben die Erstellung eines Interkommunalen Entwicklungskonzepts für die Region beschlossen. Dabei sind auch die Meinungen der Bürger gefragt. Dazu wurde ein Informationsstand am Fernsehturm aufgestellt. Es nahmen zwar viele Bürger die Möglichkeit wahr, sich über das sogenannte „IKEK“ aufklären zu lassen, aber es hätte durchaus mehr Beratungskapazitäten gegeben.

Schnaitsee – Am mobilen Stand beim Fernsehturm waren die Planer Jacob Sailer, Christoph Pflaum und Vanessa Dörges vom zuständigen Münchner Planungsbüro zwischen 18 bis 21.30 Uhr vor Ort und standen für die Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Als Grundlage gaben die Fachleute die Erläuterung des Konzepts, das den Rahmen für die zukünftige Entwicklung der Gemeinden Obing, Kienberg, Pittenhart und Schnaitsee für die nächsten 15 bis 20 Jahre bildet. Dabei geht es insbesondere um die zukünftige Entwicklung der jeweiligen Ortskerne. Da diese Gemeinden vor einer Reihe von Herausforderungen bezüglich der Ortsentwicklung stehen, sollen diese mit Einbeziehung der Bürger fundiert vorbereitet werden.

Gefördert wird das Interkommunale Entwicklungskonzept (IKEK) und die spätere Umsetzung der Maßnahmen durch die Städtebauförderung über die Regierung von Oberbayern. Etwa 40 Prozent der Kosten sind allerdings von den Gemeinden selbst zu tragen. Am Ende der Planungen soll ein schlüssiges Gesamtkonzept mit einem ausführlichen Maßnahmenkatalog stehen.

Die Maßnahmen sollen über die nächsten 15 bis 20 Jahre umgesetzt werden. Die Umsetzung der ersten kleineren Projekte kann voraussichtlich 2019 begonnen werden.

Gesteuert wird der Planungsprozess von einem Steuerkreis. Dieser Kreis setzt sich aus den Vertretern der Gemeinderäte sowie verschiedenen lokalen Akteuren, Verbänden und Organisationen zusammen.

„Ein Anfang ist gemacht, das Konzept kann sich entwickeln.“ Bürgermeister Thomas Schmidinger

Es kamen sehr viele positive Meldungen von den Schnaitseer Bürgern. Genannt wurden unter anderem die gute Nahversorgung, die wunderbare Natur, die sehr gute und zentrale Lage zu den Kleinstädten. Vor allem eines wurde kritisiert: Der pächterlose Schnaitseer „Wirth“ ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge. „Und ein wenig mehr Leben im Dorf und das generationenübergreifend wäre schon recht“ war die oftmalige Meinung.

Bürgermeister Thomas Schmidinger sagte, dass auf alle Fälle jetzt mit dem IKEK ein Anfang gemacht sei und sich das Konzept jetzt entwickeln könne. „Auf alle Fälle war das heute eine gute Gelegenheit für alle Schnaitseer, sich selber an der Ideensuche zur Entwicklung zu beteiligen.“

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