"Entschleunigungsweg" kommt

"In Aschau haben weder der Bürgermeister noch die Mitarbeiter der Verwaltung jemals Schmiergeld für irgendwelche Leistungen genommen", erklärte Bürgermeister Werner Weyerer bei der letzten Sitzung des Aschauer Gemeinderates auf einen Bericht im OVB hin.

Aschau - Der Inhalt dieses Briefes sei ihm bekannt, der Brief sei jetzt zur Prüfung bei der Staatsanwaltschaft, die polizeilichen Ermittlungen laufen. Weyerer gab eine Ehrenerklärung für die Verwaltung ab und betonte ausdrücklich, dass kein Mitarbeiter in Aschau betroffen sei und im Verdacht einer unrechtmäßigen Vorteilsnahme stehe.

Dem Spatzennest ging es nass ein. Bürgermeister Weyerer informierte den Gemeinderat, dass bei den Starkregenfällen und dem Hochwasser Anfang Januar eine große Menge Wasser in das Kellergeschoss der Kindertagesstätte Spatzennest eingedrungen sei. Der Grundwasserspiegel stieg so weit an, dass im Bereich des neuen Notausgangs auf der Nordseite das Wasser wie aus einer Quelle unter der Bodenplatte herausgedrückt wurde. Der Essraum, die Küche, der Turnraum und das Magazin wurden überflutet. Dank der sofortigen Hilfe der Feuerwehr kam es nicht zu größeren Schäden am Gebäude. Der Parkettboden im Essraum warf Wellen, er musste entfernt werden und wird voraussichtlich durch ein Pflaster ersetzt. Die Geräte zur Austrocknung der Böden werden im Januar/Februar etwa vier Wochen laufen, der Schaden beträgt rund 10000 Euro. Für das Gebäude besteht eine Elementarschadensversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10000 Euro, so dass die Gemeinde Aschau voraussichtlich auf diesen Kosten sitzen bleiben wird.

Der Riesenerfolg der touristischen Werbung mit der Wahl der "Miss Kampenwand" im Vorjahr könne kaum noch übertroffen werden, so Bürgermeister Weyerer. In diesem Jahre habe die Tourist Info mit ihrem Leiter Herbert Reiter den "Bayerischen Entschleunigungsweg" und die Sitz- und Parkbänke in den Mittelpunkt des touristischen Geschehens gestellt. "Mit Bankerln haben wir in Aschau und Sachrang schon seit langer Zeit Erfahrungen." Im ganzen Gemeindegebiet sollen ausgefallene, witzige und gemütliche Sitzbänke aufgestellt werden. Diese Bänke werden dann durch eine eigene "Bankerl Doafreim" in Werbemitteln beworben. Der offizielle Start des "Bayerischen Entschleunigungsweges" ist am Donnerstag, 16. Mai.

Eine Sonderausstellung "135 Jahre Bahnverbindung Aschau-Prien" wird im Juli im Foyer des Aschauer Rathauses gezeigt.

An der Franziska-Hager-Schule in Prien wurde ein neuer Schulverkehrsgarten für den Verkehrsunterricht gebaut. Die Anlage ersetzt den alten Verkehrsübungsplatz aus den 1980er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Rund 350 Kinder werden hier alljährlich durch die Polizei geschult und erhalten dann den Fahrrad-Führerschein. Der Hauptschulverband beschloss, einem Neubau des Verkehrsgartens mit einem Kostenaufwand von rund 120000 Euro zuzustimmen. Nach der Fertigstellung der Anlage betrugen die Kosten 102282 Euro, der Anteil für die Gemeinde Aschau wurde - nach der durchschnittlichen Schülerzahl - mit 13166 Euro ausgerechnet. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, diese Kosten in den Haushaltsplan 2013 aufzunehmen und zu bezahlen. reh

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