Trotz tagelanger Kälte

Eisstockschützen in den Startlöchern, aber: Das Eis trägt noch nicht überall

Auf dem Kettenhamer Weiher bei Griesstätt ist das Eislaufen schon möglich. Vorsicht ist dennoch geboten, denn noch trägt der Weiher nicht überall.
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Auf dem Kettenhamer Weiher bei Griesstätt ist das Eislaufen schon möglich. Vorsicht ist dennoch geboten, denn noch trägt der Weiher nicht überall.
  • Sylvia Hampel
    vonSylvia Hampel
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Auf einigen Seen der Region waren am Wochenende schon Eisstockschützen und Schlittschuhläufer unterwegs. Aber noch nicht alle Seen sind schon dick genug gefroren. Wenn es knackt und knirscht – gleich wieder runter. Und schauen, ob die Einheimischen unterwegs sind.

Riedering/Prutting/Söchtenau/Rohrdorf/Schechen/Griesstätt – Die Temperaturen sind seit einigen Tagen zum Teil deutlich unter Null. Und da stellt sich die alljährliche Frage: Tragen die Seen schon?

Der Thansauer See tut es nach Ansicht von Martin Stuffer von der Gemeindeverwaltung noch nicht. „Wer den jetzt betritt, tut das auf eigene Gefahr. Wir haben den See nicht freigegeben – und wir tun das auch nicht.“ Damit ist Rohrdorf in guter Gesellschaft: Gemeinden geben Seen fast nie zum Schlittschuhlaufen oder Eisstockschießen frei.

Der Wasserwacht-Kreisverband mochte sich nicht zum Zustand der Seen beziehungsweise deren Eisdecken in der Region äußern. Von einem Mitarbeiter gab es die Aufforderung, wegen der Corona-Pandemie Sport auf dem Eis in diesem Winter doch zu lassen.

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Rettungsschlitten steht bereit

Der Tinninger See gehört zu den ersten, die zufrieren. „Wir haben die Beschilderung, dass das Betreten auf eigene Gefahr erfolgt, schon eine Weile aufgestellt“, so Wolfgang Eberle von der Gemeindeverwaltung. Und die Riederinger Feuerwehr hat dort einen Eisschlitten liegen, falls sie ins Eis eingebrochene Personen bergen muss. „Die Feuerwehr kann sofort eingreifen, sie ist ja auch gleich da“, so Eberle.

Auf dem Rinser See war schon Betrieb

Auf dem Rinser See waren am Wochenende schon Eisstockschützen und Eishockeyspieler unterwegs, hat eine Mitarbeiterin der Söchtenauer Gemeindeverwaltung beim Spaziergang festgestellt. Allerdings alle in Ufernähe. Dennoch: Eisstockschützen sind nach Ansicht von Experten das beste Indiz, dass eine Eisfläche trägt. Denn das seien meist Einheimische, die ihren See oder Weiher kennen.

Das sagt auch Jakob Ametsbichler, Gruppenleiter der Wasserwacht Griesstätt. Zurzeit sei es möglich, in Kettenham aufs Eis zu gehen. Dennoch rät er, sich an Einheimische zu halten. „Die kennen den Weiher und wissen, wo man hingehen kann.“ Denn auch am Kettenhamer Weiher gebe es noch Stellen, wo akute Einbruchgefahr herrsche.

Wasserwachtlerin warnt vor Übermut

Der Rotter Ausee im Schechener Gemeindegebiet ist weiterhin nicht zu betreten, wie Brigitte Würth, technische Leiterin der Wasserwacht in Rott erklärt. „Bisher war der Rand des Sees auch noch nicht betretbar“, so Würth, doch nun mit den kälteren Temperaturen der vergangenen Tage, fürchtet sie, dass die Leute übermütig werden könnten. Sie appelliert an alle, den See vorerst nicht zu betreten. „Wenn es möglich wird, stellen wir Schilder auf.“

Parkplatz gesperrt – weil völlig vereist

Ausgesprochen beliebt bei Eisstockschützen und Schlittschuhläufern ist der Hofstätter See. Da ist allerdings derzeit der Parkplatz gesperrt, weil er völlig vereist ist. Falschparker durften sich schon über Knöllchen ärgern, denn die Polizei war im Einsatz. Der Hofstätter See zählt zu den recht bald zugefrorenen Seen. Sollte jemand zu früh dran sein und einbrechen, rückt die Pruttinger Feuerwehr mit dem Eisrettungsschlitten an. In den letzten Tagen, weiß Bürgermeister Johannes Thusbaß zu berichten, tummelten sich schon viele Eissportler auf dem Hofstätter See.

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