Einwände aller Riederinger sind erwünscht

Es gibt fünf mögliche Verläufe des geplanten Brennernordzulaufs. Gegen die Durchführung auf dem Gemeindegebiet können die Bürger jetzt Einwände einreichen. Klinger

Riedering – Bürgermeister Christoph Vodermaier (FWGR) informierte in der Gemeinderatssitzung, dass bis Freitag, 24. Juli, im Rathaus die Unterlagen zum Brennernordzulauf eingesehen werden können.

Bislang erstfünf Grobrassen

Das Raumordnungsverfahren bezieht sich auf die Planungen der Zulaufstrecke, die aus fünf bisher grob skizzierten Trassen bestehen. Erst nach einem positiven Abschluss dieses Verfahrens beginnt das eigentliche Genehmigungsverfahren. Zusammen mit betroffenen Nachbargemeinden lässt sich Riedering im Raumordnungsverfahren durch eine Hamburger Anwaltskanzlei vertreten. Gemeinden, die die Planungen öffentlich auslegen, können als sogenannte Träger öffentlicher Belange eine Stellungnahme abgeben, aber auch Bürger können sich melden. Vodermaier erklärte, dass die Einwände schriftlich erfolgen müssen, und appellierte an alle Bürger, sich einzubringen. Bislang seien die Rückmeldungen „recht überschaubar“ gewesen. Die Gemeinde und Bürgerinitiative stehen auch für Anfragen zur Verfügung. Die Bahn wird die Stellungnahmen prüfen, ehe sie sich auf eine Trasse festlegt. Vodermaier rief deshalb zu einer hohen Beteiligung auf: „Je mehr Einwände, desto vorteilhafter für uns.“

Dominik Summerer (CSU), der bei der letzten Forumssitzung die Gemeinde vertreten hatte, fügte hinzu, dass „unsere Trasse unterirdisch geplant“ sei. Hier sei das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen. Abhängig von den Bodenverhältnissen oder dem Grundwasserspiegel könnten die Trassen auch oberirdisch verlegt werden.

„MassiveEinschnitte“

Laut Vodermaier bedeuten die Trassenplanungen für einige Ortsteile „massive Einschnitte“. Auch die Baustelle werde die Gemeinde auf lange Zeit beeinträchtigen. Die Bahn habe zudem noch immer keine echte Bedarfsplanung vorgelegt, monierte er. Zusammen mit Stephanskirchen ist eine Infoveranstaltung Mitte Juli geplant.

Ebenso hofft Christine Kreuz (FWGR) auf die Unterstützung aller Gemeindebürger, denn es ginge dabei um ganz Riedering. elk

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