Einstimmig für Krippenneubau votiert

Weitreichende Entscheidungen zu den zwei zukunftsweisenden Projekten "Krippenerweiterung" und "Freizeitgelände" trafen die Halfinger Gemeinderäte in einer eigens hierzu einberaumten Sondersitzung.

Halfing - Nach der im vergangenen Jahr durchgeführten energetischen Sanierung des "Hauses für Kinder", welches derzeit von etwa 145 Kindern besucht wird, hatten die Räte nunmehr über eine Erweiterung der Krippe für Kinder von ein bis drei Jahren zu entscheiden.

Die bisher im "Haus für Kinder" installierte Krippe wird derzeit von 14 Kindern unter drei Jahren besucht. Bedarfserhebungen sowohl der Kindertageseinrichtung als auch der Gemeinde hatten eine Bedarfsnotwendigkeit für 20 bis 21 Krippenplätze ergeben. Da ab 2013 jedes Kind ab einem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz besitzt, dürfte die Zahl der benötigten Krippenplätze vermutlich sogar noch ansteigen. Sollte eine Kommune die benötigten Krippenplätze nicht selbst zur Verfügung stellen können, so hat sie den gesetzlich festgelegten gemeindlichen Kostenanteil für den Krippenbesuch in einer anderen Kommune oder Einrichtung zu tragen.

Da die bisherige Krippe als Provisorium im "Haus für Kinder" untergebracht wurde, ist der Tagesbetrieb hier von Platznot und nicht weiter vertretbaren Engpässen geprägt. Durch die Raumbelegung für die Krippe fehlen beispielsweise vorgeschriebene Besprechungs- und Therapieräume sowie Sozialräume für die Beschäftigten. Auch die Schlafräume für die Krippenkinder und der Sanitärbereich fallen deutlich zu klein aus. Neben Betreiberin, Leitung und Personal der Kindertageseinrichtung sprachen sich auch der Elternbeirat sowie die zuständige Aufsichtsbehörde des Kreisjugendamtes unmissverständlich für eine Erweiterung der Krippe aus.

In einer bereits 2009 erfolgten grundsätzlichen Sachverhaltsklärung wurden auch bereits 24 Krippenplätze als für bedarfsnotwendig bezeichnet. Nach den damaligen Planungsentwürfen würden sich die geschätzten Kosten für einen Krippenneubau auf etwa 787 000 Euro belaufen. Hierfür ist ein staatlicher Zuschuss in Höhe von rund 546 000 Euro zu erwarten, so dass der auf die Gemeinde Halfing entfallende Kostenanteil noch bei 241 000 Euro liegt. Diese Fördermöglichkeit für die Schaffung von neuen Krippenplätzen anstatt von bestehenden Provisorien besteht allerdings nur noch bis Ende 2010. Bei einer späteren Bauausführung würden auf die Gemeinde wesentlich höhere Kosten entfallen.

Nach einer lebhaften Diskussion und Abwägung aller Argumente entschieden sich die Räte schließlich einstimmig für einen Krippenneubau. Voraussetzung hierfür ist allerdings die verbindliche Zusage der prognostizierten staatlichen Förderung in Höhe von etwa 71 Prozent der Gesamtkosten.

Der Neubau soll als Anbau an das bestehende Gebäude, parallel zur Straße verlaufend, Richtung Kneippbecken, erfolgen. Die Planungen sollen durch das Architekturbüro Grossmann und Lippert erfolgen. Architekt Stefan Lippert hatte bereits die energetische Sanierung des "Hauses für Kinder" geplant und geleitet. Aufgrund der hierbei gemachten positiven Erfahrungen und der guten Zusammenarbeit wollen Erster Bürgermeister Peter Böck und die Gemeinderäte auch weiterhin auf diese bewährte Verbindung vertrauen.

Hauptargument für den Krippenneubau waren sowohl die gute staatliche Förderung als auch die Tatsache, dass die Gemeinde mit diesem dann nochmals verbesserten Angebot zur Kinderbetreuung ihre Attraktivität für junge Familien steigert. re

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