Einem „5G-Antennenwald“ keine Chance geben

Manfred Jung von der Bürgerinitiative.
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Manfred Jung von der Bürgerinitiative.

Demokratie pur in Neubeuern! Die Beurer Bürger und Bürgerinnen können darüber entscheiden, wie sich der Ort, bezogen auf funkschädliche Strahlungen, entwickeln soll.

Die Bürgerinitiative ist der Auffassung, dass die Funkbelastung im Ort schon sehr hoch ist und weitere gesundheitsschädliche Funkstrahlungen vermieden werden sollen, insbesondere die Installation von 5G-Antennen. Denn die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und das Internationale Krebsforschungszentrum IARC haben hochfrequente elektromagnetische Felder als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft.

Das Ratsbegehren lehnt die Bürgerinitiative ab. Denn Großmasten können im Innenbereich aus ortsbildschädlicher Sicht baurechtlich ohnehin abgelehnt werden. Mit dem Ratsbegehren möchten die Gemeindevertreter große Funkmasten im Außengebiet in Siedlungsnähe befürworten. Diese ermöglichen aber die In stallation von Antennen mit 5G-Strahlung. Stehen die Masten, hat die Gemeinde keinen Einfluss mehr da rauf, dass 5G-Antennen dort installiert werden.

5G-Funk hat nur nebensächlich mit Mobilfunk zu tun, vielmehr mit Smart home und Überwachungssystemen. Mobilfunk ist in Neubeuern fast flächendeckend möglich. 5G bestrahlt die Bevölkerung aber 24 Stunden am Tag. Vom Landratsamt wurde der Bürgerini tiative kürzlich mitgeteilt, dass der hohe 5G-fähige Funkmast kurz vor der Genehmigung stehe.

Wird dieser Funkmast errichtet, zieht dieser einen „5G-Antennenwald“ in Neubeuern nach sich, denn ohne Funkverstärker (Antennen alle 100 Meter im gesamten Ortsgebiet erforderlich) funktioniert die hochfrequente 5G-Strahlung nicht.

Gerade deshalb ist eine hohe Wahlbeteiligung der Bürger erforderlich. Ist der Bürgerentscheid erfolgreich, wäre die Gemeinde verpflichtet, mit allen rechtlichen Mitteln zu versuchen, den Antennenwald in Neubeuern zu verhindern.

Die Bürgerinitiative bittet daher um die zahlreiche Unterstützung ihres Antrags mit einem Ja beim Bürgerentscheid, einem Nein bei Ratsbegehren und einem Kreuz bei Bürgerbegehren.

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