Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


STOPSELCLUB THANSAU: 35 BESTE FREUNDE MIT VIEL SOZIALEM ENGAGEMENT

Eine eingeschworene Gemeinschaft

Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft: der Stopselclub Thansau in ihrem Stüberl. Rechts Vorsitzender Andreas Schabus, dahinter vier Mitglieder, die fast alle schon bei der Gründung dabei waren. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Schabus unter 0176/78238610 melden, oder einfach beim Weihnachtsmarkt vorbei schauen. knothe
+
Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft: der Stopselclub Thansau in ihrem Stüberl. Rechts Vorsitzender Andreas Schabus, dahinter vier Mitglieder, die fast alle schon bei der Gründung dabei waren. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Schabus unter 0176/78238610 melden, oder einfach beim Weihnachtsmarkt vorbei schauen. knothe

Mit fünf Männern hat es 1970 angefangen. Inzwischen sind 35 Mitglieder dabei – drei davon sind weiblich. Die Rede ist vom Stopselclub Thansau. Ein Verein mit Potenzial und viel sozialem Engagement!

Rohrdorf-Thansau – Einige Thansauer hatten sich immer wieder getroffen. Sie verstanden sich gut, sie waren Spezl oder „beste Freunde“, wie das heute so heißt. Irgendwann hatte einer die Idee: Lasst uns einen Verein gründen! Die Wirtin am Ort steuerte den Namen bei: Stopselclub. Das fanden die sieben Gründungsmitglieder sofort gut; fortan trafen sie sich zum Stopselclub Thansau.

Und mit der Zeit wuchs ihr Verein. Inzwischen sind Jung und Alt aus den verschiedensten Berufen dabei. Ein Muss: der Stopsel. Der hat immer in der Hosentasche zu sein und muss nach Aufforderung vorgezeigt werden. „Wir gestatten nur zwei Ausnahmen: Badehose und Schlafanzug“, sagt ihr Vorsitzender Andreas Schabus leicht amüsiert, der seit 1986 der „Chef“ des flotten Haufens ist.

Jedes Mitglied muss sich bei der Aufnahme einen Stopsel kaufen und möglichst nie mehr aus der Hand geben. Ihn nicht zu verlieren, ist Ehrensache.

Eigentlich ist der Verein eine reine Männerwirtschaft, aber seit einiger Zeit dürfen auch Damen Mitglied werden. „Wir haben zum Beispiel zwei Witwen von ehemaligen Stopslern dabei“, berichtet der Vorsitzende. Sie hätten nämlich nichts gegen Frauen, ganz im Gegenteil. Wenn Feste gefeiert werden, sind die Ehefrauen gefragt. „Das ist bei uns ganz normal. Da hilft jeder mit. Die Frauen backen den Kuchen und machen Kaffee. Das ist eben so und soll auch so bleiben.“

Neben der Pflege der Geselligkeit und der Kameradschaft gilt das Engagement der Thansauer dem Sozialen. Aber das wollen sie gar nicht an die große Glocke hängen. „Wir machen da auch nicht viel Aufhebens“, sagt Schabus. Schließlich wisse man in Thansau, wer Hilfe und Unterstützung brauche. „Und das machen wir dann.“

Dazu müsse auch gar nicht lange eine Vereinssitzung anberaumt werden. „Wir treffen uns in unserem Stüberl wie jede Woche und beratschen das.“

Immer wieder wurden soziale Projekte angepackt. Doch jetzt steht ihr Thansauer Weihnachtsmarkt in der Leitzachstraße bevor. An jedem Adventswochenende ab dem 26. November jeweils von 15 bis 22 Uhr werden in schön dekorierten Buden von Schokofrüchten, Socken, Glühwein und Leckereien bis zu Christbäumen alles Mögliche verkauft. „Wir haben kaum Unkosten, denn wir machen alles selber, sogar die Weihnachtsstandl zimmern wir selbst“, berichten die Männer. Und genau das ist wohl das Schöne: Sie machen etwas gemeinsam und jeder hilft nach seinem Können. Gemeinschaft pur!

Kommentare