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Erste Bürgerversammlung nach zwei Jahren

Vogtareuths Bürgermeister sieht positive Ortsentwicklung: Doch ein Bürgerwunsch bleibt unerfüllt

Der Aufgang zur Kirche in Strasskirchen sah zwar gut aus, stellte aber für die Kirchgänger ein Hindernis dar. Thomae
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Der Aufgang zur Kirche in Strasskirchen sah zwar gut aus, stellte aber für die Kirchgänger ein Hindernis dar. Thomae
  • VonJohannes Thomae
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Nach zwei Jahren „Coronapause“ war auch in Vogtareuth wieder eine Bürgerversammlung möglich. Ihr Hauptinhalt verständlicherweise der Rückblick auf die Gemeindeentwicklung in den vergangenen beiden Jahren. Dieser fiel überwiegend positiv aus: wobei vermutlich ein Wunsch der Vogtareuther unerfüllt bleibt.

Vogtareuth – Die Finanzen sind trotz Corona stabil geblieben, wie Kämmerer Philipp Brück berichten konnte. Ihn sahen viele Bürger zum ersten Mal, denn er ist erst seit Mitte Mai für Vogtareuth tätig. Dass Corona für Vogtareuth keine dramatischen Finanzauswirkungen hatte, liegt wie Philipp Brück erklärte, vor allem an der Haupteinnahmequelle der Gemeinde, dem Einkommenssteueranteil. Dieser wurde, ganz allgemein weniger von den Coronaturbulenzen erfasst, als die Einnahmen über die Gewerbesteuer. Doch selbst hier konnte sich die Gemeinde ziemlich stabil halten.

Detaillierte Zahlen und einen genaueren Überblick über den aktuellen Finanzstand wird es in der Gemeinderatssitzung am 26. Juli geben, dort wird der Haushalt 2022 behandelt werden.

Die Bevölkerung wächst

Auch die Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde ist positiv: Sie hat in den vergangenen beiden Jahren sogar einen kleinen Geburtenüberschuss zu verzeichnen. Zusammen mit dem Zuzug wächst die Gemeinde, doch sie tut es moderat: Von 3177 Einwohnern, die zur Jahreswende verzeichnet wurden, wird man, wenn die statistischen Prognosen Recht behalten, bis 2038 auf rund 3700 Bewohner angewachsen sein.

Die Kindergartenplätze können mit dieser Entwicklung nach jetzigem Stand mithalten, in der Schule ist ebenfalls ausreichend Platz.

Hoffen auf Ende des Baustopps

Voraussetzung für Zuzug ist natürlich vor allem vorhandener Wohnraum. Hier ist die Gemeinde bereits aktiv: In Weikering sollen so zum Beispiel acht Doppelhaushälften entstehen. Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Gemeinde ist zuversichtlich, dass die noch laufenden Prüfverfahren für den bereits gebohrten Trinkwasserbrunnen positive Ergebnisse zeigen: Damit könnte spätestens im kommenden Jahr eine vorzeitige Entnahme, noch vor dem Abschluss der Schutzgebietsausweisung genehmigt werden. In der Folge wäre dann auch der bislang geltende Baustopp aufgehoben.

Schneller noch ist man bei zwei anderen langjährigen Bauvorhaben: Das neue Feuerwehrhaus in Zaisering ist bereits in den letzten Zügen der Fertigstellung und auch beim Bauhof ist nunmehr Land in Sicht: Baubeginn wird noch Ende Juli sein, bis Jahresende wird zumindest der Rohbau des Bauhofbürogebäudes stehen und eingedeckt sein. Die Kalthalle für die Geräte wird in einem darauffolgenden Bauabschnitt fertiggestellt werden.

Lebt vom Engagement der Bürger

Die Gemeinde, das betonte Bürgermeister Rudolf Leitmanstetter an dem Abend immer wieder, lebt aber nicht allein von den von Verwaltung und Gemeinderat gefassten Beschlüssen, sie lebt vor allem auch vom Engagement einzelner Bürger. Ein besonders positives Beispiel für das Zusammenspiel zwischen Einwohnern und Gemeinde ist das laufende Dorfentwicklungsprogramm.

Erste Maßnahme des Dorfentwicklungsprogrammes ist abgeschlossen: Besucher können nun besser zur Kirche.

In den vergangen beiden Jahren gab es zwar wenig Möglichkeit für Versammlungsabende und damit breite Öffentlichkeitsinformation, nichtsdestotrotz aber deutliche Fortschritte: Das Projekt, aus dem Bereich um das ehemalige alten Feuerwehrhauses einen echten Dorfplatz zu machen, der unter Umständen mittelfristig in vielleicht sogar wöchentlichen Abständen einen Markt aufnehmen könnte, ist gut gediehen.

So sind auch die Grundstücksfragen, bei denen Kirche, Gemeinde und Anlieger unter einen Hut zu bringen waren, kurz vor ihrer endgültigen Lösung. Man ist deshalb bereits bei der Detailplanung, kümmert sich um Fragen der Beleuchtung, der Sitzbänke, weiter um den geplanten Brunnen und vor allem um die Bodengestaltung. Der unmittelbare Bereich um den Dorfplatz soll in Granit ausgeführt werden, die Zuwege farblich abgesetzt in Betonpflaster. Schon abgeschlossen ist die erste Maßnahme im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes: die Neugestaltung des Aufgangs zur Kirche in Strasskirchen.

Wo können sich die Bürger treffen?

Die Bürger waren mit dieser Entwicklung sehr zufrieden, wünschten sich Entwicklungsmaßnahmen aber auch in den Ortsteilen, nicht zuletzt in Zaisering. Dort so wurde beklagt, fehle derzeit jede Versammlungsmöglichkeit. Bürgermeister Leitmannstetter sagte, die Verwaltung überlege bereits, wie das alte Feuerwehrhaus umfunktioniert werden kann. Der weitergehende Wunsch möglichst wieder einen Wirt im Ort zu haben, sei jedoch ungleich schwieriger zu erfüllen, nichtsdestotrotz halte man Augen und Ohren offen.

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