Entscheidung im Gemeinderat

Rohrdorf will einen Naturkindergarten: Ein Betreiber steht in den Startlöchern

Ein Naturkindergarten kommt in Rohrdorf. Entstehen soll er zwischen der Mehrzweckhalle und der Feuerwehr.
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Ein Naturkindergarten kommt in Rohrdorf. Entstehen soll er zwischen der Mehrzweckhalle und der Feuerwehr.
  • vonJohannes Thomae
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Die Kinder des Ortes standen im Zentrum der jüngsten Gemeinderatssitzung in Rohrdorf. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für einen Naturkindergarten aus. Im September 2021 soll er öffnen. Einen Interessenten, der den Kindergarten betreiben möchte, gibt es auch schon.

Rohrdorf – Die Idee zum Naturkindergarten ist nicht neu: Schon im September hatte die CSU-Fraktion einen Antrag auf Errichtung eines naturnahen Kindergartens eingebracht. Die Vorteile, so die Argumentation von Sebastian Hauser (CSU), lägen auf der Hand: Kinder, die in einem naturnahen Kindergarten untergebracht seien, hätten nach Ansicht ihrer Eltern einen Zugewinn an motorischen, aber auch kreativen Fähigkeiten.

Nicht mehr zum Kindergarten pendeln

Außerdem, so hob damals zum Beispiel Maria Haimmerer (CSU) hervor, sei ein naturnaher Kindergarten schneller und vergleichsweise kostengünstiger als ein herkömmlicher zu erstellen und für etliche Rohrdorfer Kinder die Chance, nicht länger zu ihrem Kindergartenplatz auspendeln zu müssen.

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Genau diesen Punkt, die Frage nach dem Bedarf, wollte die Mehrheit der Gemeinderäte in der Septembersitzung aber vor einer Entscheidung wirklich eindeutig geklärt haben. Es wäre fatal, wenn der zusätzlich erstellte Naturkindergarten mittelfristig die Belegung der anderen Kindergärten in Gefahr brächte, meinte damals zum Beispiel Martin Fischbacher (Bürgerblock).

Auslastung? Problemlos!

Diese Frage ist mittlerweile klar beantwortet, die Bedarfsanalyse durch die Verwaltung ergab, dass Rohrdorf den zusätzlichen Kindergarten problemlos auslasten kann. Auch ein Standort ist schon auserkoren, der Kindergarten soll im Areal zwischen Mehrzweckhalle und Feuerwehrhaus seinen Platz finden.

Ein Betreiber in den Startlöchern

Der Punkt, der noch entschieden werden muss, ist die Frage nach dem zukünftigen Betreiber. Wolfram Inngauer, Geschäftsführer der Montessori Schule hatte daran schon in der Septembersitzung Interesse bekundet, Rederecht eingeräumt bekommen und kurz das diesbezügliche Know-how vorgestellt. Der Gemeinderat möchte aber die Suche nach dem Betreiber auf breitere Basis stellen. Man wird deshalb in den nächsten Wochen nach zusätzlichen Interessenten suchen, um dann möglichst noch im Dezember in einer Gemeinderatssondersitzung eine Entscheidung treffen zu können.

Schlichtes Holzhaus als Kinderdomizil

Der ausgewählte Träger könnte dann auch in die Überlegung einbezogen werden, wie das Gebäude des Naturkindergartens aussehen solle. Klar ist aber schon so viel, dass es sich um ein sehr einfaches Haus handeln wird, wahrscheinlich in Holzbauweise. Vergleichbare Anlagen lägen, wie Bürgermeister Simon Haussetter (Bürgerblock) ausführte, bei rund 75 000 Euro. Ziel des Gemeinderates ist es auf jeden Fall, den Naturkindergarten schon zum nächsten Kindergartenjahr eröffnen zu können.

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